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Nordic Walking: Mit der richtigen Technik zum Ganzkörpertraining | BR24

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Nordic Walking

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    Nordic Walking: Mit der richtigen Technik zum Ganzkörpertraining

    Nordic Walking kann jeder – aber nicht jeder macht es richtig. Denn nur mit korrektem Know-how wird das Gehen mit den Stöcken zu einer effizienten, dynamischen und harmonischen Sportdisziplin.

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    Von
    • BR24 Sport
    • Frauke Gerbig

    Nordic Walking ist in Skandinavien entstanden. Nordische Skisportler suchten nach Alternativen, um auch im Sommer effektiv für Langlauf und Biathlon zu trainieren.

    Doch Nordic Walking hat einen schwierigen Stand in der Sportgemeinde. Viele finden, dass das Gehen mit Stöcken wenig sportlich aussieht und kein richtiges Training ist. Dieser Eindruck rührt daher, dass viele Nordic Walker die Technik nicht beherrschen und tatsächlich nur mit den Stöcken spazieren.

    Auf die Ausrüstung kommt es an

    Wichtig ist, welchen Stock man beim Nordic Walking einsetzt. Einen Wander- oder Skistock zu verwenden macht weniger Sinn, diese sind erstens zu schwer, zweitens von der Länge nicht optimal. Wer ernsthaft Nordic Walking betreiben will, muss sich richtige Nordic-Walking-Stöcke zulegen.

    Trainingserfolg durch gute Technik

    Es gibt keine körperlichen Voraussetzungen für Nordic Walking. Man kann in jedem Alter und in jedem Fitnesslevel mit dem Training beginnen. Das Schöne ist, dass Nordic Walking gelenkschonend ist. Doch einfach loslaufen bringt für einen Trainingserfolg in puncto Kraft und Ausdauer kaum etwas. Darum sollte man unbedingt einen Technikkurs besuchen, bevor man loslegt. Hier die wichtigsten Grundregeln:

    • Aufrechter Körper, geradeaus in die Ferne schauen
    • Kreuzgang: Wenn der rechte Arm nach vorne schwingt, ist das linke Bein hinten und umgekehrt
    • Die Stöcke bleiben nah am Körper und berühren den Boden schräg und in einem relativ spitzen Winkel, so das man sich möglichst effektiv abstoßen kann
    • Die Schrittlänge ist größer als beim Spazierengehen

    Nordic Walking geht immer - und überall

    Tatsächlich, für Nordic Walking braucht man kein spezielles Gelände. Man kann überall loslaufen, vor der Haustür, im Park, im Wald, an Flussufern, in den Bergen, ganz nach Lust und Laune.

    Lieber öfters kurz als selten lange, so könnte die Faustregel lauten. Nordic Walking kann man in der Mittagspause praktizieren, aber auch als Pausentag zwischen zwei harten Trainingseinheiten in einer anderen Sportart. Für Menschen, die wenig Sport machen, ist es wichtig, dass sie überhaupt regelmäßig in Bewegung kommen und Spaß daran haben.

    Entspannt, dynamisch und coronatauglich zur Traumfigur

    Der Alltag ist schon anstrengend genug. Umso wichtiger ist es, in der Bewegung in die Entspannung zu kommen. Deswegen nicht krampfhaft die Stöcke umklammern, sondern in einen lockeren Schrittrhythmus kommen. Manchen Sportler mag das eher langsame Tempo beim Nordic Walking irritieren: Aber hier geht es vor allem um das dynamische Abdrücken mit den Stöcken als um das Tempo. Das sollte gleichmäßig und harmonisch sein.

    Die Kilos purzeln nur dann, wenn man mehr verbraucht, als man zu sich nimmt. Also: Mit Nordic Walking verbraucht man 30 Prozent mehr als beim Spazierengehen. Eine gute Nachricht! Das heißt aber nicht, dass man abnimmt, wenn man regelmäßig Nordic Walking macht. Es bedeutet immerhin, dass der Stoffwechsel in Gang kommt.

    In der Pandemie erlebt Nordic Walking tatsächlich ein Revival. Ganz einfach, weil es eine Individualsportart ist, die man hervorragend alleine praktizieren kann und dazu noch an der frischen Luft.