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Niko Kovac im Exklusivinterview: "Ich bin schon sehr rational" | BR24

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FC Bayern-Coach Niko Kovac ist in Berlin mit viel Mulit-Kulti aufgewachsen, hat sein Abitur gemacht und wäre er nicht Fußballer geworden hätte er wohl Sport studiert. BR-Reporter Dominik Vischer hat den 46-Jährigen getroffen.

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Niko Kovac im Exklusivinterview: "Ich bin schon sehr rational"

FC-Bayern-Coach Niko Kovac ist in Berlin mit viel Multikulti aufgewachsen, hat Abitur und wäre er nicht Fußballer geworden, hätte er wohl Sport studiert. BR-Sport-Reporter Dominik Vischer hat den 46-Jährigen zum Exklusivinterview getroffen.

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Seit Juli ist Niko Kovac Cheftrainer beim Deutschen Fußballmeister Bayern München. Nach dem Duell bei Hertha BSC gab er Einblick in die emotionalen Momente bei der Rückkehr in seine Geburtsstadt Berlin. Dort ist er unter einfachen Verhältnissen in Wedding aufgewachsen. "Meine Eltern sind damals Anfang der 70er nach Deutschland gekommen, wollten eigentlich nur zwei drei Jahre in Deutschland leben, um dort ein bisschen Geld zu verdienen und dann wieder zurück nach Kroatien. Aber es ist länger geworden", so Kovac.

Kindheit in Berlin: "Es war Multikulti"

"Ich habe dort meine Kindheit verbracht. Nicht nur im Fußballclub Rapide Wedding." Dort musste man sich durchboxen. "Wir waren in unserem kleinen Bezirk viele Ausländer", so Kovac: "Es war Multikulti. Wir haben gelernt, mit anderen Kulturen umzugehen." Der Kroate glaubt, dass es einen prägt, "wenn man nicht nur seine eigene Kultur lebt, sondern auch die anderen Kulturen" miterlebt und versucht, zu verstehen.

Für Kovac war auch die Schule wichtig, "weil ich konnte ja nicht vorhersehen, dass ich Fußballprofi werde", so der 46-Jährige. Plan B wäre gewesen, Sport zu studieren. Bei seinem ehemaligen Deutschlehrer hat er einen guten Eindruck hinterlassen. Der findet, dass Kovac "einen richtig guten Job" macht und sich in Interviews so eloquent, kompetent und differenziert äußert.

Doch nicht nur die Sprache ist Kovac wichtig, sondern auch eine Begegnung auf Augenhöhe. "Dass wir uns untereinander, miteinander schon auf einem Niveau unterhalten. Nicht, dass der eine denkt, er ist mehr wert als der andere. Das mag ich nicht, das bin ich nicht." Privates hält Kovac dagegen zurück: "Ich bin eine Person des öffentlichen Lebens, weil ich Fußballer war und jetzt Trainer bin", aber "mein Privatleben, das teile ich nur mit mir und meiner Familie."

Bauchgefühl oder Logik? "Ich bin schon sehr rational"

Auf dem Platz und auch daneben wirkt Kovac sehr kontrolliert: "Ich versuche viele Sachen rational zu bewerten, aber dann unterm Strich, entscheidet immer mein Bauch", so Kovac, der sich bei Einbindung vieler möglicher Variable "auch auf die Lebenserfahrung, die ich als Spieler sammeln durfte", verlässt. Sein Bruder Robert, der beim FC Bayern auch sein Co-Trainer ist, sei dagegen immer der Spaßvogel gewesen in der Familie. Er "macht viele Witze und bringt die Leute zum Lachen. Ich bin eher der ernstere Typ, das heißt aber nicht, dass man mit mir nicht lachen kann."

Sportliche Experimentierphase "eher den Verletzungen geschuldet"

Auch nach der Niederlage gegen Berlin wirkte Kovac entspannt. Mit der aktuellen Situation ist er dennoch nicht ganz zufrieden, speziell mit Blick auf die Ausfälle: "Wir haben einen kleinen, dünnen Kader." Wenn es dann Situationen gibt, wo Spieler verletzt sind, "müssen wir schon kucken, was wäre wenn? Ich versuche die Spieler dort einzusetzen, wo ich glaube, dass sie trotzdem noch performen können." Insgesamt sei es aktuell aber kein Experiment, sondern den Verletzungen geschuldet.

Die Duelle in der Bundesliga will Kovac nicht mit der Champions League vergleichen. "Es ist ein wichtiges Spiel gegen Ajax", weiß auch Kovac: "Wir können mit diesem Spiel, mit einem Sieg schon sehr viel befreiter in die nächsten vier Spiele dann auch gehen. Das ist unser Ziel."

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"In der heutigen Zeit ist es sehr stressig. Jeder sucht sein Ventil und Zuflucht. Meine Zuflucht ist die Religion", sagte FC Bayern-Trainer Niko Kovac in einem exklusiven Interview, zu sehen auch in der Sendung "Blickpunkt Sport".