Zurück zur Startseite
Sport
Zurück zur Startseite
Sport

Ostbayer Walter Röhrl tief betroffen vom Tod Ferdinand Piëchs | BR24

© BR

Der plötzliche Tod von Ferdinand Piëch hat den Ralleyfahrer Walter Röhrl aus St. Englmar tief geschockt. Im Gespräch mit dem BR würdigt er ihn als den letzten großen Patriarchen der Automobilgeschichte. Piëch habe Audi zur Premiummarke gemacht.

3
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Ostbayer Walter Röhrl tief betroffen vom Tod Ferdinand Piëchs

Der Tod von Ferdinand Piëch hat den Ralleyfahrer Walter Röhrl, der in St. Englmar lebt, tief getroffen. Im Gespräch mit dem BR würdigt er ihn als den letzten großen Patriarchen der Automobilgeschichte. Piëch habe Audi zur Premiummarke gemacht.

3
Per Mail sharen
Teilen

"Tief geschockt" war der zweifache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl aus St. Englmar im Landkreis Straubing-Bogen, als er vom unerwarteten Tod Ferdinand Piëchs informiert wurde. Im BR-Interview würdigt er ihn als "den letzten großen Patriarchen der Automobilgeschichte". Er war für ihn der letzte Techniker, der noch jede Schraube eines Auto gekannt habe. Sein Tod komme völlig überraschend für ihn, "denn er war bis zuletzt geistig voll fit". Für den gebürtigen Regensburger sei es ein besonderer Verdienst Piëchs gewesen, Audi "von einem Oberlehrer- und Hosenträgerauto zu einer Premiummarke" gemacht zu haben, weil er es gewagt habe, einen Allradantrieb zu bauen.

Walter Röhrl und Audi, ein unschlagbares Gespann

Walter Röhrl war nicht von Anfang an begeistert vom Allradantrieb. Legendär ist sein Ausspruch: "Jeder dressierte Affe kann in einem Quattro gewinnen". Ferdinand Piëch war damals angeblich sogar froh darüber, dass Röhrl nicht dieses Auto fahren wollte, denn - so Röhrl heute - habe es Piëch daran gelegen, dass das Auto, nicht ein Fahrer gewänne. Nachdem Walter Röhrl dann aber drei Jahre lang Audi den WM-Titel weggeschnappt hatte, meinte Ferdinand Piëch: "Es ist immer billiger, mit Röhrl zu fahren, als gegen ihn." Damit begann für Röhrl eine erfolgreiche Ralleyzeit mit Audi Quattro.

Was bleibt Walter Röhrl im Gedächtnis?

Der Ralleyfahrer und Ferdinand Piëch waren auch privat befreundet. Dem BR erzählt Walter Röhrl, dass Ferdinand Piëch wohl nicht immer glücklich gewesen sei. So musste der VW-Manager als Kind in ein Internat in die Schweiz. Piëchs gefürchtete Art könne auch mit seinen Erfahrungen aus dieser Zeit zusammenhängen. Walter Röhrl wird Piëch trotzdem als guten Freund und Wegbegleiter in Erinnerung behalten.