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"Wir wollen diese erfolgreiche Ära mit einem tollen Abschluss krönen, ihm ein großes Geschenk machen. Das hat unser Trainer verdient", sagt Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer vor dem Auftakt gegen Island.

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Neuers Teamauftrag: Großes Geschenk für Löw

Die Ansprüche in der deutschen Nationalmannschaft vor der WM-Qualifikation sind hoch: Das 0:6 von Spanien vergessen machen, sich schon für die EM einspielen und dem Trainer einen tollen Abschluss bereiten.

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Nach der ersten Teamansprache von Joachim Löw formulierte Kapitän Manuel Neuer umgehend den Auftrag für die finale Phase mit dem Bundestrainer. Der Start der Fußball-Nationalelf ins Länderspieljahr steht ganz im Zeichen der kniffligen EM-Mission. "Wir wollen diese erfolgreiche Ära mit einem tollen Abschluss krönen, ihm ein großes Geschenk machen. Das hat unser Trainer verdient", sagte Neuer. Auch für den Torhüter, der nach eigener Aussage schon 2009 "als Baby" zum DFB-Team und zu Löw stieß, "ist das etwas Besonderes".

Neuer geht am Donnerstag (20.45 Uhr/live auf B5 aktuell) in der beginnenden WM-Qualifikation für 2022 gegen Island in sein 97. Länderspiel - und immer hieß sein Trainer Löw. "Ich werde jetzt 35, habe Höhen und Tiefen mit ihm und Andreas Köpke erlebt. Es waren hauptsächlich erfolgreiche Zeiten", betonte der Torwart des FC Bayern. Natürlich spüre er da - wie alle Nationalspieler - eine Verantwortung.

Löw ist nach wie vor "motiviert und ehrgeizig"

Dass Löw nach seiner Rücktrittserklärung für die Zeit nach der EM nun als Lame Duck, also lahme Ente, in seinen Endspurt gehen könnte, wies Neuer kategorisch zurück. "Man hat in seiner Ansprache gemerkt, dass er sehr motiviert und ehrgeizig ist. Er will unbedingt", berichtete der Kapitän. Und DFB-Direktor Oliver Bierhoff betonte: "Für ihn ist es absolut wichtig, im Hier und Jetzt zu sein. Was nach dem Turnier ist - darüber denkt er nicht nach."

Dass die Vorbereitung auf den Länderspiel-Dreierpack in Duisburg gegen Island und Nordmazedonien sowie dazwischen in Bukarest gegen Rumänen weiter von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erschwert werden, mochten Neuer und Co. nicht überbetonen. Für sie als Profis sei das fast schon Alltag, wenn "natürlich auch kein schöner Alltag", sagte der Kapitän zu den Einschränkungen. Die Spieler um Ilkay Gündogan, die aus England anreisten, werden zum Essen und beim Transport sogar noch einmal extra separiert. "Es gibt Schlimmeres, als zehn Tage bei der Nationalmannschaft in einer Blase zu sei"», erklärte der Mönchengladbacher Florian Neuhaus dennoch.

DFB-Team will "Spaß in die Wohnzimmer bringen"

Angesichts der weitreichenden Auswirkungen vor allem auch nach der jüngsten Zusammenkunft von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten sind die Nationalspieler froh, überhaupt ihre Spiele austragen zu können, wenn auch weiter ohne Fans. Vielleicht könne man in der Zeit, in der das ganze Land weiter unter der Corona-Last ächzt, "auch ein bisschen Spaß in die Wohnzimmer bringen, damit man etwas Positives von der Nationalmannschaft zurückbekommt", sagte Neuer: Und sogar "den einen oder anderen zum Jubeln bringen".

Süle fällt aus, Kimmich wieder fit

Bayern-Verteidiger Niklas Süle und Außenbahnspieler Robin Gosens von Atalanta Bergamo werden wegen muskulärer Probleme gegen Island nicht auflaufen können. Mittelfeldstar Toni Kroos von Real Madrid fällt für alle drei WM-Qualifikationsspiele aus. Wie der DFB mitteilte, haben sich die Adduktorenprobleme des Weltmeisters von 2014 in Düsseldorf als "so schwerwiegend erwiesen", dass sie einen Einsatz unmöglich machen.

Dafür meldete sich der Münchner Joshua Kimmich nach einer Erkältung und verspäteter Anreise fit. Ab sofort geht es auch um das Einspielen für die EM, machte Neuer deutlich: "Es wird wichtig sein, jede Trainingseinheit und jedes Spiel zu nutzen. Uns darf kein Fehler mehr unterlaufen", mahnte der dienstälteste Nationalspieler nochmals mit dem Blick zurück auf die jüngste Blamage in Spanien.