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Neuer Zündstoff für Diskussionen um Hummels, Müller und Boateng | BR24

© dpa-Bildfunk/Miguel Morenatti

Spanien - Deutschland

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Neuer Zündstoff für Diskussionen um Hummels, Müller und Boateng

Die Diskussionen um den Verzicht auf Hummels, Müller und Boateng in der DFB-Elf wurden mit der 0:6-Niederlage neu befeuert. Bundestrainer Löw muss sich der Kritik stellen. Er will analysieren, "was wir tun können und was der richtige Weg ist."

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War die Entscheidung von Joachim Löw richtig, im DFB-Team auf die bewährten Kräfte Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller zu verzichten? "Der Bundestrainer und sein Team haben eine Meinung dazu, ich persönlich habe leider eine andere", sagte ARD-Experte Bastian Schweinsteiger nach der historischen Niederlage in der Sportschau. "Solche Spieler wie Jerome Boateng und Thomas Müller haben das Triple gewonnen, mit der besten Mannschaft in Europa. Die spielen da in der ersten Elf und haben Qualität, sind deutsche Spieler. Warum nicht für die Nationalmannschaft?" Sein Gesicht, so der Tenor bei der Fußball-Prominenz, würde der 60-jährige Weltmeistertrainer durch eine oder mehrere Rückholaktion(en) nicht verlieren. "Meiner Meinung nach zeigt das ja auch Größe als Trainer", so Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus.

Löw will sich bislang nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen lassen. Für eine Rückholaktion gebe es aktuell "keinen Grund". Man müsse "die Situation zum richtigen Zeitpunkt bewerten. Das Vertrauen in die Spieler ist jetzt nicht völlig erschüttert." Jetzt müsse man "die richtigen Schlüsse ziehen." Um seine Zukunft als Bundestrainer macht er sich noch keine Kopf: "Da müssen sie andere fragen. Das kann ich so spontan nicht beantworten", sagte er nach dem Spiel.

"Die Trainerfrage sollten wir auf den Sommer vertagen: Wir werden mit Löw zur EM gehen, ob wir das wollen oder nicht." Ex-Profi Dietmar Hamann

Das Vertrauen von Oliver Bierhoff in den Bundestrainer konnte die höchste Niederlage einer deutschen Fußball-Nationalmannschaft seit 1931 scheinbar nicht erschüttert. "Das Vertrauen ist vollkommen da, absolut", sagte der DFB-Direktor. "Ich bin von Jogi voll überzeugt und sehe, wie er diese junge Mannschaft wieder auf einen neuen Weg bringt."

"Den Weg, den der Bundestrainer eingeschlagen hat, gehe ich bis einschließlich der EM mit" DFB-Direktor Oliver Bierhoff

Zeit für die Aufarbeitung

Die Diskussionen kann Löw in nächster Zeit nicht mit guten Ergebnissen entkräften. Denn seine DFB-Spieler sieht er erst wieder im März, wenn die nächsten drei Länderspiele in der Qualifikation zur WM 2022 anstehen. "Wir haben keine Möglichkeit, mit den Spielern etwas zu machen. Wir müssen das Spiel in den nächsten Tagen im Trainerstab aufarbeiten." Daraus müsse man die richtigen Schlüsse ziehen. Eine Erkenntnis steht allerdings schon fest: "Wir dachten, dass wir schon weiter sind. Wir müssen jetzt schauen, was wir tun können und was der richtige Weg ist." Unmittelbar vor der ab 11. Juni 2021 geplanten Europameisterschaft stehen zwei weitere Testspiele an.

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Ist Joachim Löw auch nach 14 Jahren noch der Richtige für den Job oder muss ein neuer Bundestrainer die Mannschaft zur EM führen? Eine Diskussion Pro und Contra Löw? Jörg Tegelhütter und Martin Roschitz vertreten unterschiedliche Positionen.

Termine bis zur EM

WM-Qualifikation 24./25.03.2021

WM-Qualifikation 27./28.03.2021

WM-Qualifikation 30./31.03.2021

EM-Vorbereitung 31.05. - 10.06.2021

EM-Endrunde 11.06. - 11.07.2021