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Nationalmannschaft: Löw will ein "gutes Ergebnis" in der Schweiz | BR24

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Fünf Nations-League-Spiele, noch kein deutscher Sieg: Fußball-Bundestrainer Joachim Löw will in der Schweiz endlich einmal einen "Dreier" einfahren. Wen er aufstellt, ist offen. Löw will gewinnen, gleichzeitig aber auch seine Spieler schonen.

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Nationalmannschaft: Löw will ein "gutes Ergebnis" in der Schweiz

Fünf Nations-League-Spiele, noch kein deutscher Sieg: Fußball-Bundestrainer Joachim Löw will in der Schweiz endlich einmal einen "Dreier" einfahren. Wen er aufstellt, ist offen. Löw will gewinnen, gleichzeitig aber auch seine Spieler schonen.

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"Wie beginnen wir? Wie können wir die Wechsel gestalten? Und wo liegt vielleicht auch das Risiko einer Verletzung beim einen oder anderen Spieler, der lange nicht gespielt hat?" Die entscheidenden Fragen vor dem Nations-League-Spiel in der Schweiz (Sonntag, 20.45 Uhr, live auf B5 aktuell) stellte sich Bundestrainer Joachim Löw gleich selbst.

Obwohl er zwar die Gesundheit seiner Spieler, die teilweise direkt aus dem Urlaub zur Nationalmannschaft gereist sind, in den Vordergrund stellt, weiß er auch: "Auf der anderen Seite brauchen wir gegen die Schweiz jetzt auch ein gutes Ergebnis und ein gutes Spiel."

Noch kein Sieg in der Nations League

Noch nie hat die deutschen Fußball-Nationalmannschaft ein Nations-League-Spiel gewonnen. Zuletzt beim 1:1 gegen Spanien fehlten in der Nachspielzeit nur wenige Sekunden. Auch die Partie bei den Eidgenossen im Baseler St. Jakob Park ist alles andere als ein Selbstläufer.

Die Schweiz profitiert derzeit aus einem starken Block von aktuellen und ehemaligen Profis aus der Fußball-Bundesliga. Beim 1:2 gegen die Ukraine standen acht aktuelle Deutschland-Legionäre auf den Platz. In der Weltrangliste des Weltfußballverbands FIFA steht die Schweiz derzeit sogar vor Deutschland.

Schweizer Fehlstart in die Nations League

Doch der Start in die neue Nations-League-Saison missglückte eben, nach der Auswärtsniederlage in der Ukraine steht die Schweiz schon etwas unter Druck. Leichter als gegen Spanien wird es für das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) also nicht.

Löw ärgert sich über späte Gegentore

Zumal Löw unabhängig von der fehlenden Fitness im Spanienspiel doch auch einige grundsätzliche Defizite ausgemacht hat, die er eliminieren will. "Natürlich wollten wir uns besser befreien, da muss eine Mannschaft auch lernen, Ballbesitz zu haben, den Gegner auch wieder ins Laufen zu bringen, ein paar Giftpfeile zu setzen", sagte Löw. Der späte spanische Ausgleich ärgert ihn also doch noch.

"Wir haben 1:0 geführt, es gab zwei, drei sehr gute weitere Möglichkeiten. Eine ganz eingespielte und routinierte Mannschaft macht dann auch mal das 2:0. Da ist der Gegner natürlich auch tot. Wir machen es nicht." Bundestrainer Joachim Löw

Am Ende fehlte gegen Spanien aber eben auch die Kraft. Insofern dürfte sich Löw wohl tatsächlich entscheiden, einigen Spielern eine Pause zu gönnen und stattdessen auf die gegen Spanien geschonten Stars zu setzen.

Wie stark baut Löw die Startelf um?

In der Abwehr könnten Matthias Ginter (Mönchengladbach), Robin Koch (Leeds United) oder Jonathan Tah (Leverkusen) für Niklas Süle (FC Bayern München) und Thilo Kehrer (Paris St. Germain) in die Startelf rutschen. Beide waren durch die Champions-League am längsten von allen Spielern im Einsatz.

In der Offensive ist nach der Abreise von Kai Havertz, der zum FC Chelsea gewechselt ist, der Dortmunder Julian Brandt erster Nachrücker-Kandidat. Auch Luca Waldschmidt, in diesem Sommer vom SC Freiburg zu Benfica Lissabon gewechselt, rechnet sich Chancen aus. Im Tor wird Bernd Leno vom FC Arsenal statt des Frankfurters Kevin Trapp auflaufen. "Das haben wir so besprochen", erklärte der Bundestrainer.

Leroy Sané will der Bundestrainer die Entscheidung über einen Einsatz gegen die Schweiz selbst überlassen. Der neue Bayern-Stürmer fühlte sich vor dem Abschlusstraining fit für die Partie am Sonntag. "Ich habe mich gut regeneriert. Jetzt muss ich auch sagen, fühle ich mich viel, viel besser und bin bereit für morgen", sagte der 24-Jährige.