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Fußball-Nationalmannschaft: Auf Bayerns Gnabry ist Verlass | BR24

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Deutschland gewinnt in der Fußball-EM-Qualifikation 2:0 in Nordirland. Der zweite Treffer von FC-Bayern-Spieler Serge Gnabry aus der Radio-Livereportage von B5 aktuell, Reporter ist André Siems.

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Fußball-Nationalmannschaft: Auf Bayerns Gnabry ist Verlass

Dank des 2:0-Sieges in Nordirland ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wieder klar auf EM-Kurs. Das Qualifikationsspiel bei den unangenehm zu spielenden Briten zeigte auch: Auf Bayerns Serge Gnabry ist im DFB-Team Verlass.

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Bereits vor der Partie gegen die Niederlande am vergangenen Freitag (2:4) hatte Bundestrainer Joachim Löw dem schnellen Flügelspieler des FC Bayern herausgehoben und gelobt. Die Eindrücke, die der 24-Jährige im Verein wie auch in seinen bisher nun zehn A-Länderspielen waren so gut, dass sich Löw zu einer Quasi-Einsatzgarantie für den gebürtigen Stuttgarter durchrang. Die Partie gegen die Niederlande, als Gnabry den 1:0-Führungstreffer erzielte, wie auch nun das Spiel in Nordirland geben dem Bundestrainer Recht: In zehn Spielen für den DFB traf Gnabry neunmal - eine beeindruckende Quote.

"Herausragendes Niveau, überragende Quote"

"Er spielt derzeit einfach auf einem herausragenden Niveau", sagte Löw noch in Belfast: "Seine Quote bei uns ist überragend. Aber Serge ist nicht nur deswegen so wertvoll. Er macht vorne die Bälle super fest. Er setzt die anderen Spieler vorne super ein. Er macht tolle Laufwege. Er ist ein Zielspieler, den man vorne anspielen kann, auch in Bedrängnis. Er bewegt sich gut und schlau. Und darum ist er im Moment vorne gesetzt."

Bei Havertz bittet Löw um Geduld

Das kann Kai Havertz noch nicht von sich behaupten. Der Leverkusener, der als das derzeit größte deutsche Talent gilt, muss sich bei Löw noch gedulden. Auch die Ausfälle von Ilkay Gündogan und Nico Schulz spülten den von vielen Klubs umworbenen Mittelfeldspieler noch nicht in die Startelf. Wie gegen die Niederlande wurde der 20-Jährige auch in Belfast "nur" eingewechselt. Kaum im Spiel, war Havertz aber sofort präsent, hatte eine gute Kopfball- und Schusschance und bereitete Gnabrys 2:0 in der Nachspielzeit vor.

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Kai Havertz

Der Bundestrainer hat aber seine Gründe dafür, dass es noch nicht für mehr reicht. Er widersprach dem Eindruck, das große Talent von Havertz zu verkennen und warb um Geduld: "Vertrauen in einen Spieler hat nicht immer nur was mit der Aufstellung zu tun", so Löw. Aber er sei sicher, Havertz werde "seinen Weg machen".

Nordirlands Trainer Michael O'Neill konnte Löws Entscheidung trotzdem nicht ganz nachvollziehen. "Wir hatten Sorgen wegen Havertz und dachten, er würde beginnen. Er hat stark gespielt und wird ein Riesenspieler für Deutschland", so seine Prognose.