Zurück zur Startseite
Sport
Zurück zur Startseite
Sport

Nach Pokal-Aus: Tristesse und Torwart-Problem beim Club | BR24

© BR Sport

Das Pokal-Aus ist das eine. Dass sich nach Stammtorhüter Mathenia nun auch Ersatzmann Patric Klandt schwer verletzt hat, macht beim 1. FC Nürnberg mehr Sorgen. Enrico Valentini sagt: "Das rückt alles in den Schatten."

1
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Nach Pokal-Aus: Tristesse und Torwart-Problem beim Club

In der 2. Bundesliga Mittelmaß, nun noch das dramatische Pokal-Aus in Kaiserslautern: Der 1. FC Nürnberg dürfte alles andere als zufrieden mit dem Saisonverlauf sein. Jetzt kommt auch noch eine Torhüter-Misere hinzu.

1
Per Mail sharen
Teilen

Enrico Valentini konnte einem schon fast leidtun: Der Verteidiger musste beim Elfmeterschießen gegen den 1. FC Kaiserslautern (5:6) zwischen die Pfosten, nachdem Tormann Patric Klandt verletzt raus musste (Diagnose: Achillessehnenriss) und das Wechselkontigent ausgeschöpft war. Valentini hielt keinen einzigen Elfer. "Das war ein bisschen surreal. Es ist nicht einfach da als Torwart eingesetzt zu werden. Das war das erste Mal in meinem Leben", sagte Valentini nach dem Pokal-Aus. Wahrscheinlich auch das letzte Mal, auch wenn der Club aktuell ein Torwart-Problem hat. Klandt hat sich in seinem ersten Pflichtspiel für die Franken die Achillessehne gerissen. Stammtorhüter Christian Mathenia fällt nach seinem Kniescheibenbruch noch länger aus. Damit ist Andreas Lukse der einzig verbliebene Schlussmann.

Nur ein Sieg in sieben Pflichtspielen

Doch das Torwart-Dilemma ist nicht das einzige für Trainer Damir Canadi. In den letzten sieben Pflichtspielen konnte der 1. FCN nur einmal gewinnen. Nicht erst nach dem dramatischen Pokal-Aus auf dem Betzenberg muss sich der Club kritischen Stimmen aussetzen. Die Nürnberger schafften es in letzter Zeit einfach nicht, ihre Chancen zu nutzen. Beim Wahnsinns-Spiel bei Erzgebirge Aue (3:4) hatten die Franken in der Schlussminute die große Chance zum Ausgleich - doch Michael Frey konnte den Strafstoß nicht verwandeln. Am vergangenen Sonntag vergab der Club gegen Jahn Regensburg in letzter Sekunde den Sieg.

Diese Spiele und ihre Verläufe zeigen deutlich: Für den 1. FC Nürnberg reicht es aktuell nicht für einen Spitzenplatz. "Du brauchst Siege! Du brauchst Erfolge! Du brauchst drei Punkte, damit das Selbstvertrauen kommt", sagte der FCN-Coach vor dem Spiel gegen Lautern.

"Unglaublich wie viel Pech wir in den letzten Wochen hatten. Das häuft sich in den letzten Wochen - es ist der Wahnsinn." Robin Hack, 1. FC Nürnberg

Negativerlebnisse prägen sich bei den leidgeprüften Fans ein

Fußballerisch sieht das inzwischen oft gut aus, was die Mannschaft unter Canadi aufführt. Mentalität und Kaltschnäuzigkeit sind irgendwie schon noch vorhanden, wie die Aktion von Frey in der 89. Minute zeigte, als er Keeper Grill den Ball stibitzte und ins leere Tor zum 2:2 schob, und so den Club noch in die Verlängerung brachte.

Aber die vielen Negativerlebnisse der letzten Zeit prägen sich ein - auch bei den seit Jahren leidgeprüften Fans. "Hey #fcn, ich find's ja geil, dass es keine normalen langweilige Spiele mehr gibt. Aber ab zu mal mit Happy End würde nicht schaden", äußerte sich ein Club-Fan auf Twitter.

"Dass die Fans nicht zufrieden sind, ist verständlich. Die Enttäuschung ist groß nach diesem Ausscheiden. Wir haben es uns anders vorgestellt. Dieses Spiel lässt einen mit keinem guten Gefühl zurück." Mikael Ishak, 1. FC Nürnberg

Am nächsten Spieltag muss der Club beim VfL Bochum antreten. Der Ruhrpottverein ist zwar Drittletzter der 2. Liga, hat aber trotz der 1:2-Niederlage im Pokal gegen den FC Bayern viel Selbstbewusstsein gesammelt. Eine weitere Pleite würde Canadi auf der Trainerbank einen ungemütlichen Herbst bescheren.