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Nach Krisengespräch: Löw bleibt - DFB ist vom Weg überzeugt | BR24

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DFB-Präsident Fritz Keller und Bundestrainer Joachim Löw

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Nach Krisengespräch: Löw bleibt - DFB ist vom Weg überzeugt

Die 0:6-Niederlage sitzt tief. An der Zukunft von Bundestrainer Löw ändert das Debakel derweil nichts. Nach einem Gespräch mit Oliver Bierhoff, DFB-Präsident Fritz Keller und Assistenztrainer Marcus Sorg gibt es keine Anzeichen für eine Trennung.

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Gleich nach der Landung in München bekam der Bundestrainer bei einem kurzen Krisengespräch mit DFB-Präsident Fritz Keller und Verbandsdirektor Oliver Bierhoff noch am Flughafen das entscheidende Signal: Es geht weiter mit ihm Richtung EM. Der nicht erst nach dem Desaster in Sevilla heftig umstrittene Neuaufbau wird mit dem Rekordcoach fortgesetzt. Rückschläge - auch heftigere - sind dabei einkalkuliert. Die Nations-League-Demütigung wurde demnach übereinstimmend als "einmaliger Blackout" eingeschätzt.

Löw nimmt die Probleme mit in die Winterpause

Nach dem historischen 0:6-Debakel hatte sich Löw mit seinen überforderten Nationalspielern vor dem Morgengrauen auf die Heimreise aus Sevilla gemacht. Der Sonderflieger war noch nicht gestartet, da prasselten auf Löw über alle Kanäle schon bohrende Fragen und klare Forderungen ein - die nach einem Rücktritt inklusive. Den wird es wohl wie nach dem WM-Desaster 2018 nicht geben. Bierhoff hatte Löw bereits kurz nach dem Abpfiff im ARD-Interview ohne Zögern das Vertrauen ausgesprochen.

Allerdings erwarten den selbst noch nach Antworten suchenden DFB-Chefcoach jetzt beschwerliche Tage. Die gravierenden Probleme nimmt der 60-Jährige mit in eine viermonatige Winterpause. Gemeinsam mit Keller ging es für Löw von München mit einem DFB-Shuttle weiter Richtung gemeinsame Heimat Freiburg. Der Verbandsboss dürfte auf den gut 400 Kilometern reichlich Gesprächsbedarf gehabt haben. Die Klärung vieler Fragen erwarten nach der spanischen Lehrstunde auch die Fans.

Keine Rückkehr aussortierten Trios in Sicht

Dass Löw das Dauerthema um eine Rückkehr des von ihm aussortierten Weltmeister-Trios Thomas Müller (31), Mats Hummels (31), Jerome Boateng (32) in seinen ersten Analysekatalog aufnimmt, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Er glaubt fest daran: "Diese junge Mannschaft hat auch die Fähigkeit, sich so zu entwickeln, dass wir eine leistungsstarke, konkurrenzfähige Mannschaft haben. Davon bin ich absolut überzeugt", lautete Löws Treuebekenntnis zur Umbruch-Elf.

Seine Haltung hatte sich auch nach den sechs spanischen Nackenschlägen nicht verändert. "Zum richtigen Zeitpunkt" wolle er über die heiß diskutierte Frage befinden. Dass dieser für ihn trotz der zahlreichen Forderungen von Ex-Nationalspielern wie Lothar Matthäus über Jürgen Klinsmann bis hin zu Bastian Schweinsteiger und Didi Hamann immer noch nicht gekommen ist, machte der 60-Jährige bereits deutlich.

© BR

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist in der Nations League 0:6 in Spanien untergegangen. Fußball-Deutschland diskutiert: Soll Bundestrainer Joachim Löw weitermachen? Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hält vorerst am Coach fest.

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