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Nach Kreuzbandriss: Schnee-Comeback für Kitzbühel-Sieger Dreßen | BR24

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Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen hat sieben Monate nach seiner schweren Knieverletzung erstmals wieder auf Schnee trainiert. Der 25-jährige Skirennfahrer war mit Teamkollege Andreas Sander auf dem Gletscher in Sölden.

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Nach Kreuzbandriss: Schnee-Comeback für Kitzbühel-Sieger Dreßen

216 Tage nach seinem Kreuzbandriss hat Thomas Dreßen in Sölden erstmals wieder Schwünge in den Schnee gesetzt. Gemeinsam mit Andreas Sander arbeitet er an seinem Comeback. Am Jahrestag seines Sturzes will er wieder im Weltcup starten.

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"Für mich war das heute ein super Tag, durch den ich extrem positiv auf die nächsten Tage schaue. Das Knie und die Muskulatur sind bereit fürs Skifahren", freute sich Dreßen nach den Schwüngen auf dem Rettenbachferner. Von der Rennform sei er zwar noch weit entfernt, aber die ersten Weltcups stünden ja auch erst im November an, betonte der 25-Jährige vom SC Mittenwald. Am 30. November, dem Jahrestag seines Sturzes, will er bei der Abfahrt im kanadischen Lake Louise wieder auf die Strecke gehen. Den Plan dafür setzt er an der Seite von Teamkollege Andreas Sander auf einer eigens für das Duo hergerichteten Strecke um.

Von Skischulschwüngen zurück zur Weltcupform

"Jetzt heißt es arbeiten, dass ich skifahrerisch wieder dahin komme, wo ich war - und mich weiter verbessere", sagt Dreßen nach seinen ersten "wie in der Skischule wirkenden" Schwünge. Konditionell sieht er sich "schon wieder da, wo ich hingehöre". In den nächsten Tagen will der Abfahrer weiter in Österreich trainieren.

Nach ein paar Tagen am Stilfser Joch in Südtirol geht es Mitte August dann mit dem Team für dreieinhalb Wochen nach Chile. "Das ist jetzt die Comeback-Saison. Freilich sind meine Ziele, dass ich da wieder hinkomme, wo ich war, vor der Verletzung. Aber ob das beim ersten Rennen funktioniert oder ob ich da mehr Zeit brauche, das kann man jetzt noch nicht sagen", erzählte der 25-Jährige.

Kreuzbandrisse bei DSV-Topfahrern Dreßen und Sander

Der beste deutsche Abfahrer der vergangenen Jahre war am 30. November 2018 beim Weltcup in Beaver Creek gestürzt und mit 125 Stundenkilometern in ein Sicherheitsnetz gerauscht. Dabei kugelte sich Dreßen die linke Schulter aus und zog sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu. Ende Dezember hatte sich auch Sander das Kreuzband gerissen.

Neureuthers Fußstapfen nicht erstrebenswert

Nach dem Rücktritt von Felix Neureuther könnte Dreßen die nächste Galionsfigur im deutschen Alpinteam werden. "Wenn es so kommt, dann ist es eben so", sagte er dazu, schränkte aber zugleich ein: "Ich sehe es ohnehin nicht als meine Aufgabe an, in jemandes Fußstapfen zu treten. In die Fußstapfen vom Felix passt nur der Felix rein".