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Nach falschen Tests: Würzburger Kickers verzichten auf Einspruch | BR24

© Picture alliance/dpa

Kickers-Vorstandschef Daniel Sauer

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    Nach falschen Tests: Würzburger Kickers verzichten auf Einspruch

    Trotz fehlerhafter Corona-Tests wollen die Würzburger Kickers keinen Einspruch gegen die 1:3-Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga beim HSV einlegen. Eine Klage "entspreche nicht der DNA des Vereins". Gefordert wird aber eine umfassende Aufklärung.

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    Die Würzburger nannten die unmittelbare Vorbereitung auf das Spiel zwar "alles andere als Bundesliga-like", entschlossen sich aber, nicht zu klagen - "auch im Sinne des gesamten Profi-Fußballs". "Vor allem in der jetzigen Situation, nicht nur in unserem Land, würde ein Einspruch bzw. eine Klage nicht unseren Werten und der DNA unseres Vereins entsprechen", erklärte Vorstandschef Daniel Sauer in einer Mitteilung des Vereins.

    "Vollumfängliche und lückenlose Aufklärung" gefordert

    Zugleich aber forderte Sauer eine Reaktion der Deutschen Fußball Liga. "Nichtsdestotrotz, und hier vertrauen wir voll und ganz den Experten der DFL, wünschen wir uns eine vollumfängliche und lückenlose Aufklärung der Geschehnisse, um auch in Zukunft für den gesamten deutschen Profi-Fußball solche Ereignisse zu vermeiden und damit der Umgang dann entsprechend klar geregelt ist!", sagte der 39-Jährige.

    Douglas und zwei Co-Trainer "falsch positiv" getestet

    Die Kickers hatten beim Spiel in Hamburg am Samstag auf Verteidiger Douglas und zwei Co-Trainer verzichten müssen, weil dem Verein positive Corona-Befunde gemeldet worden waren. Die drei wurden noch in der Nacht vor dem Spieltag sofort isoliert. Schnelltests in den Stunden vor dem Anpfiff ergaben dann durchwegs negative Befunde. Trotzdem blieb das vermeintlich infizierte Trio zunächst in Quarantäne. Am Samstagabend teilte das Labor den Kickers dann mit, dass die betroffenen Tests "falsch positiv", also negativ, waren. Am gestrigen Sonntagvormittag nahmen alle drei Betroffenen – Douglas, Öztürk und Eckart – wieder am Mannschaftstraining teil.

    Auch FC Bayern und Türkgücü München betroffen

    Neben den Würzburgern war zuletzt auch Nationalspieler Serge Gnabry vom FC Bayern offenbar "falsch positiv" getestet worden. Er konnte eine Anfang der Vorwoche begonnene Quarantäne am Sonntag abbrechen und darf mit zum Champions-League-Spiel nach Moskau reisen. Betroffen von nachträglich als "falsch positiv" eingestuften Tests war auch Drittligist Türkgücü München, dessen Partie beim FSV Zwickau abgesagt wurde.