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Torschütze Robert Lewandowski vom FC Bayern München trifft zum 1:0 per Elfmeter.
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Robert Müller
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Torschütze Robert Lewandowski vom FC Bayern München trifft zum 1:0 per Elfmeter.

"Ich denke, wir haben verdient gewonnen und dem Gegner keine Möglichkeit gelassen", lautete die erste Bilanz von Trainer Niko Kovac nach dem 2:0 des FC Bayern gegen AEK Athen. Allerdings registrierte auch er erneut die "fehlende Leichtigkeit" seiner Spieler. "Wir müssen uns das sehr hart erarbeiten", gab er zu. Beide Tore waren nach ruhenden Bällen und nicht aus Kombinations-Fußball entstanden. Außerdem belegt Kovacs Aussage "wir hätten noch zwei, drei Tore mehr schießen können" die Abschlussschwäche seiner Mannschaft. Durch den ausbleibenden spielerischen Befreiungsschlag gegen den Tabellenletzten der Gruppe steht für Kovac fest: "Gegen Dortmund müssen wir uns sicherlich noch steigern". Torschütze Lewandowski hingegen sprach davon, dass "so ein Sieg für das Selbstbewusstsein sehr wichtig" sei.

Nur eine spielerisch wertvolle Szene einer halben Stunde

Thomas Müller vertändelte nach zwei Minuten im gegnerischen Strafraum sein Zuspiel auf Franck Ribéry. Die erste Chance dieser Partie hatte Athen (6.), Vasilis Lampropoulos kam ziemlich unbedrängt zum Kopfball, der nur knapp am linken Pfosten vorbei ging. Joshua Kimmich flankte sauber auf Goretzka, das war die erste Münchner Möglichkeit (6.). Torhüter Vasilios Barkas kratze den Ball unter der Latte weg. Müller flankte von Außen in die Mitte, doch dort (15.) fand sich wie so oft in dieser Partie kein Mitspieler, der sich freigelaufen hatte. Stattdessen fing der AEK-Keeper die Hereingabe ab. Aber nicht nur im Strafraum, sondern teilweise bereits an der Mittellinie, erwarteten drei Athener den jeweils ballführenden Münchner.

Fragwürdiger Elfmeter führt zum 1:0

Ein Elfmeter musste her, nachdem die Bayern aus dem Spiel heraus nicht viel zu Stande brachten. Den bekam Lewandowski zugesprochen, als ihn Uros Cosic (30.) im Strafraum am Trikot zupfte und der Stürmer daraufhin zu Boden ging. Der traf selbst zur 1:0-Führung. Lewandowski auf Müller (37.), nach dieser herausgespielten Kombination warf sich Cosic in den Abschlussversuch. Ansonsten standen sich aber häufig sämtliche Feldspieler in der Hälfte der Griechen gegenseitig im Weg.

2:0 nach Eckball-Hereingabe

Weiterhin kreiselte der Ball bei den Hausherren hin und her. Eine Flanke von Kimmich auf Goretzka (55.) am Elfmeterpunkt war überhaupt erst die dritte herausgespielte Tormöglichkeit dieser Partie für die Münchner, die jedoch auch vereitelt wurde. Nach einer Stunde zeigten die Hausherren einen weiteren Pass von Martinez auf Lewandowski, der in Vasilios Barkas aber seinen Meister fand. In der 70. Minute sorgte eine auf Lewandowski verlängerte und von ihm ins Tor gestocherte Ecke für das 2:0. Applaus erntete dann nur noch der Doppel-Torschütze, als er kurz vor dem Schlusspfiff auf der Bank nehmen durfte. Nach dem schwer erarbeiteten Sieg und einem 1:1 der Gruppen-Konkurrenten Benfica Lissabon und Ajax Amsterdam sind die Münchner aber alleiniger Tabellenführer in ihrer Gruppe.

Bayern München - AEK Athen 2:0 (1:0)

München: Neuer - Kimmich, Jerome Boateng, Hummels, Alaba - Martinez - Gnabry (87. Sanches), Thomas Müller, Goretzka, Ribery (84. Rafinha) - Lewandowski (90.+1 Wagner). - Trainer: Kovac

Athen: Barkas - Bakakis, Lampropoulos, Tschygrynski, Cosic, Hult - Galanopoulos (78. Rodrigo Galo), Andre Simoes, Alef (67. Moran) - Ponce, Mantalos (79. Boye). - Trainer: Ouzounidis

Tore: 1:0 Lewandowski (31., Foulelfmeter), 2:0 Lewandowski (71.)

Gelbe Karten: - Cosic, Andre Simoes, Lampropoulos

Schiedsrichter: Matej Jug (Slowenien)

Zuschauer: 70.000 (ausverkauft)

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Robert Müller

Sendung

B5 Sport vom 07.11.2018 - 22:52 Uhr