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Bildrechte: picture alliance/dpa/Federico Gambarini

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft arbeitet die unglückliche 0:1-Niederlage gegen Frankreich auf. Viel Arbeit für Joachim Löw, dem dazu allerdings nicht allzu viel Zeit bleibt. Dennoch gibt sich der Bundestrainer optimistisch.

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Nach der Niederlage: Bundestrainer Löw richtet DFB-Team auf

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat nach der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen Frankreich einiges aufzuarbeiten. Viel Arbeit für Bundestrainer Joachim Löw, dem bis zum nächsten EM-Spiel allerdings nicht allzu viel Zeit bleibt.

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  • BR24 Sport

Mit Kampf, Wille und ganz viel Leidenschaft hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die Herzen der über Jahre enttäuschten Anhänger vielleicht noch nicht gänzlich zurückerobert, aber sie zumindest wieder berührt. Doch der heroische Einsatz und das knappe Ergebnis sollten nicht über die anhaltenden Schwächen hinwegtäuschen. Joachim Löw ist es noch immer nicht gelungen, den herausragenden Individualisten in der deutschen Offensive Kaltschnäuzigkeit und Effektivität beizubringen. Auch bei Standards blieb die DFB-Auswahl harmlos. Frankreich überzeugte bei seinem 1:0-Sieg mit der wesentlich gefestigteren Struktur.

Joachim Löw und seinen Schützlingen bleibt nicht viel Zeit bis zur zweiten Partie am Samstag gegen Titelverteidiger Portugal. "Wir werden uns wieder aufrichten. Wir werden das nächste Spiel dann angehen - und gewinnen", äußerte sich der Bundestrainer optimistisch.

Pechvogel Hummels

Natürlich hatte sich Mats Hummels sein Pflichtspiel-Comeback ganz anders vorgestellt. Nach Eigentor und Auftakt-K.o. leidet der stolze und ehrgeizige DFB-Rückkehrer. In der Nacht zum Mittwoch meldete er sich erstmals nach dem Abpfiff zu Wort: "Die Niederlage schmerzt uns sehr und mich besonders, weil mein Eigentor das Spiel am Ende entschieden hat", schrieb der Dortmunder bei Instagram. Bester Stimmung war dagegen Emmanuel Macron. "Die Bleus weisen den Weg!", twitterte Frankreichs Präsident.

"Knabber-Toni" zeigt Reue

Antonio Rüdiger sorgte mit seinem Knabber-Angriff auf Paul Pogba für einen Aufreger. Am Morgen danach zeigte er ehrliche Reue: "Da darf ich mit dem Mund nicht so an seinen Rücken hingehen - gar keine Frage. Das sieht unglücklich aus", sagte der 28-Jährige. Pogba nahm es sportlich. Er betonte: "Toni und ich sind Freunde. Das war nichts Großes. Wir haben uns nach dem Spiel umarmt, das war's."

Debatte um Kimmich - weiter Außenbahn oder zurück ins Zentrum?

Joshua Kimmich schimpfte und haderte während des Spiels. Seine Unzufriedenheit über sich und seine Rolle war ihm von Minute zu Minute immer deutlicher anzumerken. Nichts weniger als den Titelgewinn hatte der ehrgeizige Nationalspieler als EM-Ziel ausgerufen. Doch die bittere Auftaktpleite gegen den Weltmeister bedeutete einen Rückschlag für die DFB-Auswahl - und für Kimmich ganz persönlich. Auf der inzwischen ungeliebten rechten Außenbahn war der 26-Jährige nur eine Randerscheinung. "Unterm Strich war das dann doch zu wenig, weil wir vorne zu harmlos waren", stellte er nach dem EM-Fehlstart nur frustriert fest.