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Eishockey: DEL-Saison startet im Dezember | BR24

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Nach neun Monaten coronabedingter Pause startet die DEL am 17. Dezember in die neue Saison - und zwar in voller Stärke, aber vor leeren Rängen.

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Eishockey: DEL-Saison startet im Dezember

Der EHC Red Bull München, die Nürnberg Ice Tigers & Co. legen endlich wieder los. Start der Saison ist am 17. Dezember. Nach neun Monaten Pause und zweimaligem Aufschub beginnt für die 14 Clubs eine Woche vor Heiligabend die neue Spielzeit.

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"Noch vor wenigen Wochen sah es nicht danach aus, dass es alle Clubs schaffen", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke nach der glücklichen Einigung auf den Starttermin. "Unser Ziel war immer, dass wir möglichst mit 14 Clubs starten wollen. Das ist uns gelungen."

Tripcke und der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Daniel Hopp, stellte zudem den veränderten Modus für die verkürzten 27. Spielzeit vor. Die Liga wird in die zwei regionale Gruppen eingeteilt. In der Gruppe Süd spielen die Augsburger Panther, Adler Mannheim, Nürnberg Ice Tigers, Straubing Tigers, Schwenninger Wild Wings sowie der ERC Ingolstadt und EHC Red Bull München. Zur Gruppe Nord gehören die Eisbären Berlin, Fischtown Pinguins Bremerhaven, Düsseldorfer EG, Kölner Haie, Iserlohn Roosters, Krefeld Pinguine und Grizzlys Wolfsburg.

Erleichterung bei den bayerischen Vereinen

"Wir sind mehr als glücklich, dass es jetzt einen Zielpunkt gibt, auf den wir hinsteuern können. Unser Ziel ist immer das gleiche: Wir wollen am Ende den Titel holen", sagte Coach Don Jackson vom dreimaligen Meister aus München.

Auch bei Ingolstadt ist die Freude "riesig, dass es jetzt endlich wieder losgeht", sagte Ingolstadts Geschäftsführer Claus Liedy, "und auch alle 14 Teams die Saison bestreiten werden."

Wolfgang Gastner, der Geschäftsführer der Nürnberg Tigers, ist höchst erleichtert über den Liga-Start. "Ich glaube, man hat das Aufatmen heute in der ganzen Republik gut hören können, was das deutsche Eishockey anbelangt", sagte er. Die Freude sei "natürlich riesengroß, dass auch alle 14 Klubs dabei sein können". Er betonte zugleich, dass "es ohne die Unterstützung der Sponsoren, der Spieler, aller Fans und aller Mitarbeiter nicht möglich geworden wäre".

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Wolfgang Gastner, der Geschäftsführer der Nürnberg Tigers, ist höchst erleichtert über den Liga-Start. "Ich glaube, man hat das Aufatmen heute in der ganzen Republik gut hören können, was das deutsche Eishockey anbelangt", sagte er.

Kürzere Reisen sollen Kosten senken

Kürzere Reisen senken dabei die Kosten und erleichtern die Umsetzung der Hygienevorgaben. Die Hauptrunde wird von 56 auf 38 Spiele verkürzt, und anschließend wird wie gewohnt in den Play-offs der Meister ermittelt. Auf einen Absteiger, den es ursprünglich erstmals in der kommenden Saison wieder geben sollte, wird verzichtet. Darauf einigten sich die beteiligten 14 Clubs in der außerordentlichen Gesellschafterversammlung.

Staatliche Hilfszahlungen und Gehaltsverzicht ermöglichen Saisonstart

Der Saisonstart war aufgrund der Corona-Auswirkungen zweimal verschoben worden, zwischenzeitlich stand sogar eine Komplettabsage im Raum. Zwei wesentliche Faktoren lassen eine "Geistersaison" ohne Zuschauereinnahmen nun doch zu: Der ligaweite Gehaltsverzicht von Spielern und Trainern von bis zu 60 Prozent sowie die Auszahlung von staatlichen Hilfszahlungen von bis zu 800.000 Euro an viele Klubs. Als letzter Wackelkandidat hatten die Kölner Haie am Mittwoch grünes Licht für einen Saisonstart gegeben. Auch die Krefeld Pinguine, bei denen die Spieler den kurzfristig geforderten Gehaltsverzicht aufgrund von noch ausstehenden Gehaltszahlungen zunächst abgelehnt hatten, sind dabei.