BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Bernd Thissen/dpa
Bildrechte: Bernd Thissen/dpa

Lucien Favre

1
Per Mail sharen

    Nach 1:5-Debakel: Dortmund trennt sich von Trainer Favre

    Borussia Dortmund hat sich von Trainer Lucien Favre getrennt. Der Klub zog damit die Konsequenzen aus dem 1:5-Debakel gegen Aufsteiger VfB Stuttgart. Bis zum Saisonende soll der bisherige Favre-Assistent Edin Terzic die Mannschaft betreuen.

    1
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Sport

    Angesichts der anhaltenden Talfahrt mit zuletzt drei Heimniederlagen in Serie sah sich die Vereinsspitze zu diesem Schritt gezwungen. Der desolate Auftritt gegen den VfB kostete Favre den letzten Rest Reputation. Nach zweieinhalb Jahren in Dortmund scheiterte auch der Schweizer an der schwierigen Aufgabe. Der Vertrag mit dem 63 Jahre alten Fußball-Lehrer Favre lief bis zum Ende der Saison.

    "Wir alle sind Lucien Favre dankbar für seine hervorragende Arbeit in den vergangenen zweieinhalb Jahren, in denen er mit seinem Team zwei Vizemeisterschaften errungen hat. Als Fachmann und als Mensch ist Lucien Favre über jeden Zweifel erhaben." Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer Borussia Dortmund

    Favre bedauert Trennung

    Favre bedauert die Trennung von Dortmund. "Ich finde es sehr schade, dass sich unsere Wege hier trennen. Wir hatten zwei sehr erfolgreiche Jahre und haben eine Mannschaft, die auch in diesem Jahr am Ende eine erfolgreiche Saison gespielt hätte. Davon bin ich nach wie vor überzeugt", sagte der 63 Jahre alte Schweizer.

    Trainersuche gestaltet sich schwierig

    Liebend gern hätte die Vereinsführung die Zusammenarbeit mit Favre zumindest bis zum Vertragsende im Sommer fortgesetzt, um mehr Zeit für die Suche nach einem Nachfolger zu gewinnen. Schließlich sind Alternativen auf dem Trainermarkt derzeit rar. Doch die Sorge um das Verpassen der gerade in Corona-Zeiten eminent wichtigen Champions-League-Qualifikation für die kommende Saison erhöhte den Handlungsdruck.

    Nun muss sich der Revierklub mal wieder auf Trainersuche begeben. Nach der langen Erfolgsära von Jürgen Klopp (2008 bis 2015) wurden in Thomas Tuchel, Peter Bosz, Peter Stöger und Favre bereits vier Fußball-Lehrer verschlissen. Als mögliche Wunschkandidaten gelten Julian Nagelsmann und Marco Rose. Doch sowohl der Leipziger als auch der Mönchengladbacher Coach stehen bei ihren Klubs über den Sommer hinaus unter Vertrag.