Ein Werk von Andreas Schützenberger: die Rampen bei den European Championships im Münchner Olympiapark 2022 vor toller Kulisse.
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Ein Werk von Andreas Schützenberger: die Rampen bei den European Championships im Münchner Olympiapark 2022 vor toller Kulisse.

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Munich Mash: "Schützi" lässt die Skater und BMXer fliegen

Andreas Schützenberger baut die Rampen für die Skate- und BMX-Fahrer beim Munich Mash. Auf der ganzen Welt stehen seine Skateparks. Und die sind "elephant approved" - so stabil, dass Elefanten darauf stehen können. Das hat er selbst getestet.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

10.000 Schrauben, 450 Balken, 600 Quadratmeter Sperrholz und 60 Liter Farbe: Hierdrauf fliegen die Skateboarder und BMXer am Wochenende beim Munich Mash durch den Münchner Olympiapark (von Freitag, 30.6., bis Sonntag, 2.7., im Livestream bei BR24Sport).

Gebaut wurde der Parcours vom "Rampenbauer" Andreas Schützenberger. "Hier zu stehen, Rampen zu bauen, dann noch in dieser Location, ist der Wahnsinn", sagt der Passauer.

"Der Olympiapark hat eine mega Ausstrahlung. Es ist ein architektonisches Highlight." Andreas Schützenberger

Rampen bei European Championships von Schützenberger

Es ist nicht das erste Projekt im Olympiapark von Schützenberger. Seit Jahren baut er die Skate- und BMX-Rampen beim Mash, auch der BMX-Park für die European Championships auf dem Olympiaberg vor der Stadtkulisse Münchens kam von ihm. Seine Rampen stehen auf der ganzen Welt: in Russland, Afghanistan oder der Mongolei.

Begonnen hat alles mit ein paar Schrankrückwänden. "Als ich 17 war, wollten wir nur Skateboardfahren. Dann haben wir Schrankrückwände zu irgendwelchen Rampen zusammengebaut", erzählt Andreas Schützenberger. "Mit meiner Schreiner-Lehre wurden die Rampen dann immer besser. Ich hätte aber nicht gedacht, dass das mein Beruf werden wird."

Seine Passion gibt der Niederbayer weiter - an Fahrer, aber auch an Rampenbauer:

"Wenn ich Kids sehe, die sagen: ‚Ey, Schützi, auf deinen Rampen habe ich das Skaten gelernt.‘ - oder wenn mir jemand sagt, dass er wegen mir eine Schreiner-Lehre macht - das macht mich stolz." Andreas Schützenberger
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Andreas Schützenberger

Rampen sind "elephant approved"

Stolz kann "Schützi", wie er in der Szene genannt wird, auch auf die Stabilität seiner Rampen sein: Denn sie sind "elephant approved" - so stabil, dass sogar Elefanten darauf stehen können. Die Idee dazu entstand zufällig: "Ich wollte ein neues Logo. Man sollte direkt sehen, wie stabil meine Rampen sind."

Schützenberger fuhr am Plakat eines Elefantenzirkus' vorbei. "Ich hab eine Vollbremsung gemacht und dachte: 'Das ist es!' Ich habe den Besitzer vollgequatscht, bis ich mir die Elefanten ausleihen durfte. Die sind dann mit 5,7 Tonnen auf meinen Elementen rumgelaufen - und alles hat gehalten. Deshalb kann ich sagen: 'elephant approved.'"

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Ein Elefant steht auf den Rampen von Andreas Schützenberger.

Parcours für BMXer und Skateboardfahrer

Ob der Parcours durch die Wassergrundlage auf dem Olympiasee auch "elephant approved" ist, sei dahingestellt. Ein Highlight im Park ist der Parcours für Skateboardfahrer und BMXer aber auf jeden Fall.

Aber genau darin lag auch die Schwierigkeit beim Bau: "Die BMXer sind eher hoch und weit, die Skateboardfahrer eher technisch. Das unter einen Hut zu bekommen, ist schwierig."

Allen recht machen wird es Schützenberger mit seinem Parcours nicht: "Es wird von beiden Seiten gejammert werden. So ist das. Aber wenn ich mir das Gesamtkonzept anschaue, ist es ein guter Kurs für die Fahrer und die Zuschauer."

"One-Man-Show" mit Team

Am Wochenende können die Actionsportfans das Event verfolgen. Bis dahin wird weiter fleißig geschraubt. "Unterm Strich bin ich eine One-Man-Show, aber ich habe auch ein Team, ohne das es nicht funktionieren würde. Es ist wie beim Skateboardfahren. Es ist immer eine Gemeinschaftssache."

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