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Tennisprofi Peter Gojowczyk hat mit einem starken Auftritt bei den US Open für Furore gesorgt. Ohne Trainer und Betreuer spielte er sich in New York bis ins Achtelfinale und ist zurecht stolz.

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Münchner Gojowczyk - die One-Man-Show bei den US-Open

Krachende Vorhand, wuchtiger Aufschlag, kompromissloses Offensivspiel: Tennisprofi Peter Gojowczyk war die One-Man-Show bei den US Open. In New York gelang ihm sein bisher größter Erfolg.

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Von
  • Julian Ignatowitsch
  • BR24 Sport

Ohne Trainer, ohne Physio, ohne Familie reist der 32-jährige Münchner derzeit durch die Tenniswelt. "Ich komm auch gut alleine klar", sagt Gojowczyk gut eine Woche nach seinem starken Auftritt bei den US Open, wo für ihn erst im Achtelfinale gegen den Spanier Carlos Alcaraz Schluss war. Dass er ohne Team unterwegs ist, stört ihn nicht: "Dann bist du dein eigener Herr, kriegst nicht so viel Einfluss von draußen." Und: "Du konzentrierst dich mehr auf dich", so der Tennisprofi nach dem bislang größten Erfolg seiner Karriere.

Preisgeld für den nächsten Karriereschritt

Schon finanziell waren die 220.000 Euro Preisgeld für Gojowczyk ein Meilenstein. Denn soviel hatte er in den letzten beiden Jahren zusammen nicht verdient. "Es fühlt sich natürlich super an. Aber nichtsdestotrotz benutzt du das ja weiter für deine Karriere."

Denn Flüge, Hotels und Verpflegung muss ein Tennis-Profi selbst finanzieren. Wer außerhalb der Top-100 steht, kommt meist gerade so über die Runden. Das Geld für Angestellte spart sich Gojowczyk momentan. "Ich weiß jetzt auch schon ein bisschen wie es auf der Tour zugeht. Ich weiß auch wie ich spielen muss, bzw. wenn mein Körper gut ist, gehöre ich auch da oben hin", erklärt er selbstbewusst.

Top 50 sind wieder das Ziel

Immerhin 40 Plätze ging es nach den US Open für den Oberbayern nach oben. Damit steht er aktuell auf Position 101. 2018 war er schon bis auf Platz 39 vorgerückt, die Top 50 sind auch jetzt wieder das Ziel: "Ich glaube, dass wir da viel an der Athletik noch machen können", so Gojowczyk. Für ihn ist "von 28 bis 35 das beste Tennisalter."

Und auch das beste Alter, um Verantwortung zu übernehmen, für sich und die alltäglichen Dinge im Leben eines Tennisprofis: "Du organisierst das Training, die Plätze und holst das Essen." Dazu sind die Nächte eher kurz, denn dem Körper wird bei so einem zweiwöchigen Grand-Slam-Turnier mit Matches jeden zweiten Tag über mehrere Stunden viel abverlangt: "Du fühlst dich nie frisch", so Gojowczyk.

Nach einer Woche ohne Tennis fühlt sich der 32-Jährige wieder fit und bereit für die nächsten Aufgaben: Beim Turnier in Metz muss er erstmal wieder in die Qualifikation, 2017 konnte er das Turnier immerhin schon einmal gewinnen. Der andere Meilenstein in seiner Karriere.

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Tennisprofi Peter Gojowczyk war die One-Man-Show bei den US Open. Ohne Trainer, ohne Physio, ohne Familie reist der 32-Jährige Münchner durch die Tenniswelt. In New York gelang ihm sein bisher größter Erfolg.