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Müller zu Olympia? DFB-Verantwortliche geben sich zurückhaltend | BR24

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Gibt Thomas Müller ein Comeback im DFB-Trikot bei den Olympischen Spielen? Für den Weltmeister von 2014 wäre das "eine coole Spinnerei". Die DFB-Verantwortlichen wollen die Spekulationen jedoch nicht weiter befeuern.

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Müller zu Olympia? DFB-Verantwortliche geben sich zurückhaltend

Gibt Thomas Müller ein Comeback im DFB-Trikot bei den Olympischen Spielen? Für den Weltmeister von 2014 wäre das "eine coole Spinnerei". Die DFB-Verantwortlichen wollen die Spekulationen jedoch nicht weiter befeuern.

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DFB-Direktor Oliver Bierhoff und auch U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz haben sich zum möglichen Olympia-Einsatz des Ex-Weltmeisters höchst zurückhaltend geäußert. Bierhoff meinte zwar: "Thomas Müller ist nicht nur in Deutschland, sondern in der Welt ein Name und ist natürlich immer wieder für Aufmerksamkeit da". Für einen Olympiaeinsatz gäbe es "aber viele andere Komponenten, die entscheidend sind", erklärte er.

Maßgebend seien dafür auch die Mannschaftskonstellation, die benötigten Positionen und die auszuführende Rolle. Da müsse sich "Stefan Kuntz mit seinem Trainerstab konkrete Gedanken machen und auch für die Mannschaft das Maximum aussuchen", so der 51-Jährige. Die Entscheidungshoheit sieht er in vollem Umfang beim Olympia-Coach.

Kuntz gegen Spekulationen: "Das bringt nichts"

Der Trainer will sich freilich nicht festlegen lassen und verweigert derweil jegliche Aussagen über mögliche Kandidaten. "Das bringt nichts", erklärte Kuntz in der "Welt". "Seit Tagen werden schon diverse Spieler in der Öffentlichkeit gehandelt. Ich kann und werde mich nicht an den Spekulationen beteiligen".

Löw verweist auf die Zuständigkeit von Kuntz

Dabei verriet Bundestrainer Joachim Löw, dass Müllers Name "auf der Liste" stehe, die am 15. Januar der Nationalen Anti-Dopingagentur (NADA) gemeldet werden muss. Eine Vorentscheidung darüber, wer wirklich in Tokio dabei sein wird, ist dies aber nicht. Und auch Löw will sich da nicht einmischen: "Das ist eine Sache von Stefan Kuntz. Er hat mir vor Weihnachten mal einige Namen genannt. Einige oder vielleicht sogar viele, die in Frage kommen", sagte der 59-Jährige. Für den Coach sei entscheidend, "wer Leistung bringen und der jungen Mannschaft helfen kann".

Drei ältere Profis dürfen mit

Für die Sommerspiele in Tokio darf der DFB eigentlich nur Spieler nominieren, die nach dem 1. Januar 1997 geboren sind. Drei Akteure dürfen aber älter sein. Neben Bayern-Star Thomas Müller, der im vergangenen Jahr von Bundestrainer Joachim Löw ebenso wie Mats Hummels und Jérôme Boateng aus dem A-Kader gestrichen worden war, werden auch Namen wie die von Ex-Nationalspieler Lukas Podolski, Sandro Wagner und Kevin Volland genannt. Heiß gehandelt werden auch Davie Selke und Maximilian Arnold, die mit der U21 von Kuntz im Jahr 2017 Europameister wurden.