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Möglicher Hoeneß-Nachfolger beim FC Bayern: Herbert Hainer | BR24

© picture-alliance/dpa

Herbert Hainer und Uli Hoeneß

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    Möglicher Hoeneß-Nachfolger beim FC Bayern: Herbert Hainer

    Laut einem Medienbericht will Uli Hoeneß seine Ämter beim FC Bayern niederlegen. Einen Nachfolger soll es auch schon geben: Herbert Hainer. Wer ist der Mann, der neuer Präsident beim Rekordmeister werden soll?

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    Uli Hoeneß und Herbert Hainer sind eng befreundet. "Wir ticken in vielen Dingen relativ gleich", sagte der frühere adidas-Boss im September 2018 in einem Doppel-Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Hoeneß ergänzte: "Wir beide haben so viel gemeinsam durchgestanden, dass klar ist: Unsere Freundschaft hält, uns treibt nichts mehr auseinander."

    Hainer und Hoeneß haben viel gemeinsam

    Die Metzgersöhne lernten sich Ende der 1990er-Jahre kennen, als Hainer für adidas an den Verhandlungen mit Hoeneß' FC Bayern teilnahm. 2001 war Hainer, inzwischen Chef des Unternehmens, treibende Kraft beim Einstieg des Sportartikelherstellers beim deutschen Rekordmeister. "Im Laufe der Zeit ist man sich nähergekommen, man trifft sich auch mal privat", sagte Hoeneß. Und: Beide unterstützten sich in schweren Stunden. 2006 stand Hoeneß dem Freund nach dem plötzlichen Tod von Hainers Tochter Kathrin (23) bei, Jahre später besuchte Hainer den tief gefallenen Bayern-Patriarchen "als einer der ersten" im Gefängnis.

    "Man steht zu seinem Freund, unabhängig von dem, was opportun ist", sagte Hainer (65), der Hoeneß in dieser Zeit als Aufsichtsratschef vertrat. Der Familienvater Hainer (eine Tochter) genießt in der Fußball-Welt großes Vertrauen, sogar als DFB-Präsident wurde er zuletzt gehandelt - und winkte höflich ab. Einen gewissen Einfluss hat er als Mitglied im neuen Nationalmannschaftsbeirat.

    Hainer - in Niederbayern geboren

    Der Niederbayer wurde am 3. Juli 1954 geboren - einen Tag vor dem "Wunder von Bern". Er träumte von einer Profilaufbahn, die sein Bruder Walter als Libero bei 1860 München verwirklichte. Er selbst schlug 1979 eine Manager-Laufbahn ein, ging 1987 zu adidas, wo er 2000 Stellvertreter von Robert Louis-Dreyfus wurde. Ein Jahr später rückte er an die Spitze des Unternehmens, das er bis 2016 leitete. In dieser Zeit vervielfachte er den Umsatz und konnte Rekordgewinne vermelden - aber nicht verhindern, dass Konkurrent Nike enteilte. Auf der Tribüne der Allianz Arena zeigt sich der Aufsichtsrats-Vize gerne neben Hoeneß. Geht es nach seinem Freund, werden beide ihre Plätze im Herbst tauschen: Dann könnte der "Fan" Hoeneß neben dem Präsidenten und Aufsichtsratschef Hainer sitzen.