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Minister Herrmann: "Höchste Zeit, dass DFB und DFL reagieren" | BR24

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Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sieht den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga beim Thema Fanverhalten in der Verantwortung. Er hätte sich ein früheres Einschritten erwünscht.

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Minister Herrmann: "Höchste Zeit, dass DFB und DFL reagieren"

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sieht den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) beim Thema Fanverhalten in der Verantwortung. Er hätte sich ein früheres Einschreiten erwünscht.

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"Ich hätte mir gewünscht, dass man von Seiten des DFB und DFL schon früher so konsequent reagiert hätte. Es ist gut, dass das jetzt geschieht – und es muss auch mit aller Konsequenz durchgezogen werden", sagte Herrmann, der als Minister auch die Bereiche Sport und Integration verantwortet, am Montag zu den Fan-Beleidigungen gegenüber Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp.

"Hasssprache und Beleidigungen nicht dulden"

Nach Herrmanns Ansicht hätten schon früher Maßnahmen ergriffen werden können. "Es gab ja zuletzt wiederholt auch rassistische Äußerungen in manchen Stadien", erklärte er. Bislang geschah dabei jedoch nichts. Das soll in Zukunft anders sein. "Egal, um wen es geht: Wir müssen deutlich machen, Sport hat etwas zu tun mit Fairplay und dem Teamgedanken. Als Fan muss man sich ordentlich benehmen. Es ist wichtig, dass wir Hasssprache und Beleidigungen in Fußballstadien nicht dulden", sagte der Minister. Und machte deutlich: "Diejenigen, die sich rassistisch oder beleidigend äußern, die haben in einem Fußballstadion nicht verloren."

Unterdessen nahm Hopps Anwalt Christoph Schickhardt auch den Staat in die Pflicht, härter durchzugreifen und forderte beispielsweise Hausdurchsuchungen. "Da muss man auch mal ein paar abgreifen und auch mal einen Tag in der Zelle lassen. Das hat sich immer bewährt", sagte er.