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Michael Henke: "Das ist des Sports nicht würdig" | BR24

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Nach den ersten Bundesliga-Partien hält Michael Henke die Geisterspiele für ein tragfähiges Konzept. Jedoch kritisiert der Sportdirektor des FC Ingolstadt den Umgang mit der dritten Liga und appelliert an den Sportsgedanken der beteiligten Akteure.

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Michael Henke: "Das ist des Sports nicht würdig"

Nach den ersten Bundesliga-Partien hält Michael Henke die Geisterspiele für ein tragfähiges Konzept. Jedoch kritisiert der Sportdirektor des FC Ingolstadt den Umgang mit der dritten Liga und appelliert an den Sportsgedanken der beteiligten Akteure.

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Angesichts der ersten Geisterspiele seit dem Neustart der Fußball-Bundesliga zieht Michael Henke ein gemischtes Fazit. Mit Normalität hätten die vergangenen Partien wenig zu tun gehabt. "Jeder merkt jetzt, wie wichtig Zuschauer sind". Dennoch begrüßt der Sportdirektor des 1. FC Ingolstadt die Wiederaufnahme der Bundesliga. "Besser als nichts" findet er die Lösung, die Saison unter strengsten Hygieneauflagen und ohne Zuschauer zu Ende zu bringen.

Neue Herausforderungen durch Geisterspiele

Die Corona-Pandemie stellt auch die Trainer vor neue Aufgaben. Derzeit sei es laut Henke besonders wichtig, die Spieler zu sensibilisieren. "Da sind viele Gespräche erforderlich. Man muss den Spielern klar machen, dass sie sich an die Regeln halten müssen. Aber auch, dass in einem Stadion ohne Fans jedes Wort verstanden wird", erklärte er in Blickpunkt Sport die ungewohnte Situation.

Unverständnis für Drittliga-Aufschub

Ursprünglich sollte der Spielbetrieb in der dritten Liga am 26. Mai wieder aufgenommen werden. Nun wurde dieser Termin erneut auf unbestimmte Zeit verschoben. Vor dem Hintergrund, dass die dritte Liga das gleiche Hygienekonzept wie die Bundesliga umsetzt, ist diese Entscheidung für Henke absolut unverständlich. "Es gibt keinen Grund, dass die dritte Liga, die auch eine Profiliga ist, nicht spielen kann", so der 63-Jährige. Er kritisierte die Haltung einiger Vereine, die sich nur mit einem möglichen Saisonabbruch beschäftigen.

Das ist dem Sport nicht würdig. Wir sind Sportler, wir freuen uns auf den Wettkampf und müssen uns damit beschäftigen, wie wir spielen können. Wir alle wollen unsere Fans im Stadion haben. Aber die zweitbeste Lösung ist es dann, notfalls ohne Fans zu spielen, dafür haben wir wieder den Wettkampf. Michael Henke

Keine Chancengleichheit bei Trainingsmöglichkeiten

Gerade das vergangene Wochenende in der ersten und zweiten Liga habe gezeigt, dass das Konzept tragfähig ist. Dennoch: Während in der Bundesliga schon wieder Punkte vergeben werden, darf in der dritten Liga noch nicht einmal wieder vollständig trainiert werden. Die Entscheidung, ob und wie ein Verein wieder auf den Platz darf, obliegt der Entscheidung der jeweiligen Gesundheitsbehörde. Diese Regelung führt dazu, dass die zweite Mannschaft des FC Bayern und der TSV 1860 München wieder das normale Training absolvieren, während man in Ingolstadt - keine 70 Kilometer entfernt - vergeblich auf grünes Licht wartet.

Geisterspiele alternativlos

Andere Vorschläge wie das Konzept einer Aufstockung der Liga, in dessen Rahmen es keine Absteiger geben würde, hält Henke für "nicht umsetzbar". Man müsse damit rechnen, dass auch die ersten Spiele in der Saison noch ohne Zuschauer stattfinden werden."Wir hätten dann in einer Saison viel mehr Spiele als sonst und kämen in Terminnot", so der Ingolstädter. Die Durchführung von Geisterspielen stellt für Henke nicht nur die einzige Option dar, in seinen Augen könne man sogar noch einige Vorteile daraus ziehen: "Wir haben die Chance, dritte Liga im Fernsehen zu sehen und unsere Liga zu promoten. Wir können das hohe Gut eines sportlich fairen Wettkampfes in den Mittelpunkt stellen".

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Die 3. Fußball-Liga wird die Saison nicht am 26. Mai fortsetzen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach einer Sitzung des Spielausschusses mit. Die Vorbereitungszeit würde für die Teams einfach zu knapp.