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Maxi Kleber in Dallas: "Zum Feiern bin ich noch nicht gekommen!" | BR24

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Maximilian "Maxi" Kleber hat allen Grund zu feiern: Die Dallas Mavericks bieten ihm einen neuen Vertrag an - 35 Millionen Dollar für vier Jahre. Zeit zum Feiern hatte Kleber aber noch nicht, bestätigte der Würzburger dem BR.

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Maxi Kleber in Dallas: "Zum Feiern bin ich noch nicht gekommen!"

Maximilian Kleber hat allen Grund zu feiern. Die Dallas Mavericks bieten eine Vertragsverlängerung an: 35 Millionen Dollar für vier Jahre. Doch statt zu feiern, trainiert Kleber in Dallas – und verschiebt die große Feier auf zuhause.

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"Zum Feiern bin ich noch nicht gekommen", bestätigte Maxi Kleber am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk. Momentan trainiere er nur und versuche sich fit zu halten. Er werde den Vertrag am Samstag (6. Juli) unterschreiben: "Für die große Feier warte ich, bis ich wieder in Deutschland bin und dann mit meiner Familie zusammen feiern kann."

"Krass! Kann nicht begreifen, was da passiert ist!"

Auch wenn er die Verhandlungen zwischen seinem Agenten und den Mavericks natürlich verfolgt habe, sei er von der Vertragsverlängerung dann doch überrascht worden, gesteht der 27-Jährige. Zwar habe er seine Zustimmung gegeben, dann aber auf eine Rückmeldung gewartet.

"Fünf Minuten später habe ich auf Twitter gesehen: Maxi Kleber verlängert bei Dallas. Und da habe ich dann gecheckt: Wow, anscheinend ist es jetzt wirklich durch! Krass! Ausgerastet bin ich nicht wirklich, da fehlte mir auch ein bisschen die Zeit. Ich kann es bis jetzt noch nicht wirklich begreifen, was da eigentlich passiert ist." (Maxi Kleber)
© dpa / picture alliance

Die zwei Würzburger der Dallas Mavericks: Dirk Nowitzki (41 Jahre) hat seine Spielerkarriere beendet. Maxi Kleber bleibt den Texanern erhalten.

Der Würzburger glaubt nicht, dass sich sein Leben durch den Millionenvertrag groß verändern werde: "Ich bin nicht so der Typ dafür." Natürlich sei er froh weiter in der NBA spielen zu dürfen. Finanziell sei er nun auch "entspannter". Ein Haus werde sich der 2,11-Meter-Mann aber nicht kaufen – zumal schon weil er immer damit rechnen müsse, zu einem anderen NBA-Club getraded zu werden.

"Natürlich lieben die mich hier – und ich liebe es hier in Dallas. Aber das heißt ja nichts. Von daher ist es besser, wenn ich weiterhin in meiner gemieteten Wohnung bleibe. Ich werde auf jeden Fall ein neues Auto leasen oder kaufen. Aber es wird auf jeden Fall kein super Besonderes." (Maxi Kleber)

Das sein NBA-Traum weiter geht, habe er vielen Menschen zu verdanken, bestätigt Kleber dem BR. Ganz oben auf der Liste stünden seine Eltern und – vor allem - seine Brüder: "Meine Brüder haben immer mit mir Basketball gespielt. Mein großer Bruder war mein Vorbild. Und mein kleiner Bruder hat mich auch immer gepusht. Da musste ich aufpassen, dass er nicht besser wird als ich."

Neben seiner Familie hätten ihn aber auch enge Freunde unterstützt. Auch Trainer, Vereine und Ärzte hätten ihn "durch schwierige Verletzungsphasen begleitet", betont Kleber.

Klebers Karriere geprägt von Verletzungen

Die Geschichte des Basketball-Nationalspielers ist geprägt von Verletzungen. Ganz schlimm erwischte es Kleber kurz vor dem Abitur in Würzburg. Das Knie kam mit seinem starken Wachstum nicht mehr klar. Die Karriere stand ein Jahr lang auf der Kippe, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Auch während seiner Profikarriere in Würzburg, Bei Obradoiro (Spanien) und bei Bayern München warfen ihn immer wieder schwere Verletzungen zurück. 2017 wechselte Kleber in die NBA – zu den Dallas Mavericks. Dort hat sich der zweite Würzburger neben Dirk Nowitzki als Verteidiger einen Namen gemacht. Seine Spezialität ist das Blocken von Würfen. Bisher hatte Kleber rund eine Million Dollar pro Saison verdient.