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Manuel Baum: Bundesliga-Start als Impuls für andere Berufszweige | BR24

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DFB-Cheftrainer der U20-Nationalmannschaft Manuel Baum zu Gast bei Markus Othmer in "Blickpunkt Sport".

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Manuel Baum: Bundesliga-Start als Impuls für andere Berufszweige

Manuel Baum, der DFB-Chefcoach der U20-Nationalmannschaft freut sich auf den Re-Start der Fußball-Bundesliga. Der 40-Jährige hält das DFL-Konzept für sehr durchdacht. Aufgrund der Geisterspiel-Situation rechnet er auch mit Überraschungsergebnissen.

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  • BR24 Sport

Obwohl die Mannschaften nur zehn Tage zusammen trainieren, ist Manuel Baum davon überzeugt, dass die Teams gut vorbereitet in die Spiele gehen werden: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Mannschaften sich sehr intensiv mit dieser Übergangszeit beschäftigt haben. Ich glaube, dass die Spieler alle auf einem sehr hohen athletischen Niveau sind. Ich sehe eher die Gefahr, dass die Spieler extrem Lust haben und wahrscheinlich sogar überperformen, weil sie zu viel wollen."

Für die Spieler stehen neun Spiele in sieben Wochen auf dem Programm. Für Baum steht fest, dass sich jetzt zeigt, "wie gut ein Funktionsteam in einem Verein ist. Das Thema Belastungssteuerung wird ganz groß dastehen. Die individualisierte Belastung - dass man jeden Spieler einzeln betrachtet."

Persönliche Vorfreude als großer Fußballfan

Der U20-Nationalmannschafts-Cheftrainer freut sich sehr darauf, dass es wieder los geht. "Ich habe das Gefühl, dass alles sehr gut vorbereitet ist: DFL, DFB, aber auch die Bundesregierung sind mit dabei. Es wirkt sehr durchdacht und ich hoffe, dass ein Impuls in andere Berufszweige ausgeht - dass es auch in anderen Berufen wieder losgeht."

Nasen-Mund-Schutz, Mindestabstand, keine Zuschauer im Stadion - das wird wahrscheinlich für die eine oder andere Schwierigkeit in der Kommunikation sorgen. Wie Baum berichtete, hat er selbst schon einmal ein Geisterspiel erlebt: Augsburg gegen Dresden. Da hatte er das Coaching seines gegnerischen Trainerkollegen jedes Mal genau gehört und versucht, Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der 40-Jährige erläutert, dass es aber nicht immer einfach ist, wenn man jedes Wort exakt hört. Immerhin hören auch die Schiedsrichter, die Spieler auf dem Platz und die Zuschauer vor den Fernsehgeräten jedes einzelne Wort.

Geisterspiel-Simulation zur Vorbereitung

Baum empfiehlt allen Teams vor den ersten Geisterspielen, dass sie im leeren Stadion trainieren und die Spielsituation simulieren, "damit man ein Gefühl dafür bekommt." Der Niederbayer schätzt, dass es durchaus zu Überraschungen in einigen Partien kommen könnte. "Viele Spieler lassen sich sehr von außen motivieren. Das fällt jetzt weg." Zudem weiß nach der mehrwöchigen Pause auch keine Mannschaft, wo sie aktuell steht.