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Mannheim fegt den EHC nach Blitztor mit 4:1 vom Eis | BR24

© picture-alliance/dpa

Mannheim jubelt, Michael Wolf vom EHC München schaut zu.

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Mannheim fegt den EHC nach Blitztor mit 4:1 vom Eis

Durch die Einstellung des Rekords des schnellsten Tors der DEL-Geschichte kamen die unheimlich druckvoll auftretenden Adler Mannheim auf die Siegesstraße. Der EHC München erlitt eine 1:4-Niederlage und liegt in der Serie mit 1:2 zurück.

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Das erste Drittel war für die Münchner wie ein Alptraum. Gerade einmal auf dem Eis, schenkten ihnen die Adler das 1:0 ein. Vom Bully weg hatte sich David Wolf den Puck geschnappt und auf Matthias Plachta gepasst, der die Scheibe einfach in den Kasten des EHC haute. Diese Aktion dauerte gerade einmal fünf Sekunden, einen solch schnellen Treffer gab es in der Geschichte der Deutschen Eishockeyliga erst ein einziges Mal. Ein so frühes Tor war zuvor nur dem Kanadier Andre Faust gelungen, der am 11. September 1998 beim 3:4 der Augsburger Panther gegen die Nürnberg Ice Tigers ebenfalls nach fünf Sekunden getroffen hatte.

Und es wurde aus Münchner Sicht nicht besser: Als Mannheim mit fünf-gegen-drei in Überzahl spielte, hämmerte Andrew Desjardins (7.) den Puck unter die Querlatte. Immerhin reagierte Danny aus den Birken blitzschnell, nachdem Yasin Ehliz (17.) die Scheibe auf das eigene Tor abgefälscht hatte. Ein Treffer von Markus Eisenschmidt wurde nicht gegeben, weil er mit seinem Schläger über der Querlatte agierte.

Nach Kabinenpredigt vom Alptraum aufgewacht

Nach einer vermutlich lautstarken Kabinenpredigt durch Trainer Don Jackson wachte der Titelverteidiger im zweiten Spielabschnitt auf. Mannheims Torhüter Dennis Endras musste gleich mehrmals sein Können beweisen: gegen Matt Stajan (21.) und gegen Andreas Eder (23.). Die Adler jedoch gaben auch nicht klein bei. Sie erhöhten durch eine von Andrew Desjardins über die Linie gestocherte Scheibe (27.) auf 3:0. Dann zahlten sich die Münchner Bemühungen endlich aus: Patrick Hager (30.) verkürzte auf 3:1. Der durchaus mögliche Anschlusstreffer gelang den Münchnern bis zur Pause nicht mehr.

Mannheim blockt alle Münchner Versuche

Das letzte Drittel ging München durchaus mutig an. Mannheim präsentierte sich jedoch weiter sehr robust und spielte die Partie ganz cool runter. Tommi Huhtala gelang kurz vor Schluss noch der Treffer zum 4:1. Der Erfolg der Adler war der erste Heimsieg in dieser Finalserie. Der Titelverteidiger muss das jetzt im folgenden Spiel nachmachen, um die Serie wieder auszugleichen.

Adler Mannheim - Red Bull München 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)

Tore: 1:0 Plachta (0:05), 2:0 Desjardins (6:54), 3:0 Desjardins (25:24), 3:1 Hager (30:22), 4:1 Huhtala (55:32)

Zuschauer: 13.600

Strafminuten: Mannheim 10 - München 15 plus Spieldauer-Disziplinar (Parkes)

Play-off-Stand: 2:1