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Luitz verliert Weltcupsieg und zieht vor den Sportgerichtshof | BR24

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© dpa-Bildfunk/Maximilian Haupt

Stefan Luitz

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Luitz verliert Weltcupsieg und zieht vor den Sportgerichtshof

Stefan Luitz verliert seinen ersten und bislang einzigen Weltcupsieg wieder. Der Skiweltverband FIS disqualifizierte den Allgäuer, weil er in Beaver Creek unerlaubt Sauerstoff eingeatmet hatte. Luitz will die Entscheidung nicht hinnehmen.

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Der 26-jährige Luitz hatte dem Ski-Weltverband im Dezember mitgeteilt, dass er eine nachträgliche Disqualifikation für den Riesenslalom in Beaver Creek wegen der "Sauerstoff-Affäre" nicht akzeptiere. Seitdem hatten Luitz und Deutscher Skiverband (DSV) auf eine Entscheidung des Weltskiverbands (FIS) gewartet. Die Anti-Doping-Kommission der FIS gab nun am Donnerstag (10.01.18) bekannt, dass nach einer Anhörung entschieden wurde, Luitz wegen der unerlaubten Inhalation von Sauerstoff am 2. Dezember beim Riesenslalom von Beaver Creek nachträglich zu disqualifizieren.

Damit verliert Luitz seine 100 Punkte für den Sieg und wird in der Startliste des Riesenslaloms von Adelboden am Samstag nach hinten rutschen. Um letzteres noch zu verhindern, hat der 26-Jährige einen Antrag auf einstweilige Aussetzung der Disqualifikation vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gestellt, wie seine Anwältin Anne Jakob bestätigte. Ein genereller Einspruch vor dem CAS muss bis zum 31. Januar erfolgen.

Gegen das Anti-Doping-Reglement der FIS verstoßen

Die FIS wertet das Vergehen von Luitz nicht als Dopingfall, aber als Regelverstoß. Der Sportler und der Deutsche Skiverband beteuern, den Punkt 2.12 des Anti-Doping-Regelements, der die Einnahme von Sauerstoff während eines Wettkampfs verbietet, nicht gekannt zu haben. Im Gegensatz zur FIS ist der Gebrauch von Sauerstoff in den Regularien der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ausdrücklich erlaubt. Die FIS hat ihr Regelwerk bisher nicht dem der WADA angepasst.

Luitz-Anwältin: "Rechtswidrige Benachteiligung des Athleten"

"Es handelt sich immerhin um eine unserer Ansicht nach rechtswidrige Benachteiligung des Athleten, ohne eigenes Verschulden und ohne, dass er sich einen Leistungsvorteil verschafft hat", sagte Luitz' Anwältin Jakob der Deutschen Presse-Agentur: "Es geht auch darum, ob die Regel so Bestand haben kann oder im Sinne aller Athleten korrigiert werden muss."

Je nach der Entscheidung des CAS beim Antrag auf die einstweilige Aussetzung vor dem Rennen in Adelboden soll dann entschieden werden, ob innerhalb der 21-Tage-Frist bis zum 31. Januar grundsätzlich Einspruch erhoben werde, sagte Jakob.

Luitz hatte in Beaver Creek zwischen den zwei Riesenslalom-Läufen Sauerstoff über eine Maske eingeatmet. Gegen eine erste Entscheidung der FIS ging der Athlet bereits vor und verlangte eine Anhörung vor der Anti-Doping-Kommission. Diese änderte aber nichts an der Bewertung des Vorgangs für die FIS, die ihm nun den Sieg, die dabei erreichten Weltcup-Punkte sowie das Preisgeld aberkannte.