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Bundestrainer Joachim Löw geht - Wunschkandidat als Nachfolger ist Hansi Flick

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    Löw-Nachfolge: DFB kündigt Gespräche mit Flick und FC Bayern an

    Mit der Vertragsauflösung in München ist Hansi Flick frei für eine Rückkehr zum Deutschen Fußball-Bund. Gespräche über die Verpflichtung als Nachfolger von Joachim Löw sollen nun beginnen, kündigte der DFB an.

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    • BR24 Sport

    Nach dem FC Bayern drückt jetzt auch der DFB bei der Trainersuche aufs Tempo. Favorit auf die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw, der nach der EM aufhört, ist wenig überraschend Hansi Flick. Er übergibt im Sommer an Julian Nagelsmann als neuen Cheftrainer der Münchner.

    Nur wenige Stunden nach dem bestätigten Trainerwechsel beim Rekordmeister kündigte der Deutsche Fußball-Bund Gespräche mit Flick und dem deutschen Rekordmeister an. "Es ist bekannt, dass Hansi Flick beim DFB eine große Wertschätzung genießt und ein hervorragender Kandidat als Bundestrainer ist. Wir können bestätigen, dass wir vor diesem Hintergrund nun auch Gespräche mit Hansi Flick und den Verantwortlichen des FC Bayern führen werden", teilte der Verband am Dienstag auf dpa-Anfrage mit. Zum weiteren Verfahren, "das wir in aller Sorgfalt und Ruhe zunächst mit allen Beteiligten intern abstimmen", werde man sich aktuell jedoch nicht weiter äußern.

    Wieviel Gegenleistung erwartet der FC Bayern?

    Mit der Vertragsauflösung in München ist der Wunschkandidat für die Löw-Nachfolge frei für eine Rückkehr zum Deutschen Fußball-Bund. Der FC Bayern will offenbar vom DFB und Flick dennoch eine Gegenleistung, sollte der 56-Jährige die deutsche Fußball-Nationalmannschaft übernehmen. DFB-Vizepräsident Rainer Koch hatte im Blickpunkt-Sport-Gespräch am vergangenen Sonntag allerdings noch betont: "Der DFB wird keine Ablösesumme bezahlen."

    DFB eine Option für jeden Trainer

    Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff hatte zuvor aktive Gespräche noch ausgeschlossen, solange Flick in einem laufenden Vertragsverhältnis ist. Die Situation hat sich nun geändert. Schon im April nach dem Champions-League-Viertelfinal-Aus bei Paris Saint-Germain hatte Flick bei den Bayern-Bossen um Freigabe zum Saisonende gebeten. Anschließend philosophierte er über die andere Rolle des Bundestrainers, was öffentlich als Interesse an der Löw-Nachfolge gewertet wurde. "Natürlich ist der DFB eine Option, die jeder Trainer überlegen muss", sagte Flick.

    Rückkehr nach sieben Jahren

    Der gebürtige Heidelberger würde nach sieben Jahren zur Nationalmannschaft zurückkehren. 2006 hatte ihn Löw nach dem WM-Sommermärchen und der eigenen Beförderung zum Bundestrainer zu seinem Assistenten gemacht. Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit war der WM-Triumph 2014 in Brasilien, Flick wurde intern im DFB ein großer Anteil am Titelgewinn zugesprochen.

    Löws Co-Trainer stieg zum Sportdirektor auf, verließ aber 2017 den Verband. Nach kurzer Zeit als Geschäftsführer bei der TSG Hoffenheim kam er im Sommer 2019 als Co-Trainer von Niko Kovac zum FC Bayern, wurde dann Interims- und schließlich Cheftrainer mit einer sensationellen Erfolgsgeschichte.

    Führungskrise im Verband könnte Verhandlungen beeinflussen

    Abzuwarten bleibt, inwieweit die Situation im DFB die Verhandlungen und einen Vertragsabschluss mit Flick beeinflussen oder verzögern können. Nach den jüngsten Äußerungen von Präsident Fritz Keller, der Medienberichten zufolge bei einer Präsidiumssitzung Vize-Präsident Rainer Koch mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen hatte, hat sich die Führungskrise im Verband jedoch verschärft.

    Keller hat für die Entgleisungen um Entschuldigung gebeten und einen Rücktritt ausgeschlossen. Die kritischen Stimmen nehmen zu, das Präsidium des Bayerischen Fußball-Verbandes zeigte sich "entsetzt" über die "neuerliche Eskalation", die Keller ausgelöst habe.