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Löw: "Mit Geschwindigkeit und Präzision" gegen die Schweiz | BR24

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"Bundestrainer Joachim Löw ist trotz aller Kritik absolut "überzeugt von unserem Plan und den werden wir durchziehen", das verspricht er vor dem Spiel gegen die Schweiz. Ein deutlicher Sieg könnte die negativen Stimmen verstummen lassen.

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Löw: "Mit Geschwindigkeit und Präzision" gegen die Schweiz

Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft um 20.45 Uhr in der Nations League auf die Schweiz. Im Vergleich zur Partie gegen die Ukraine fordert Bundestrainer Joachim Löw von seinen Spielern mehr Mut und offensivere Akzente.

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Joachim Löw macht in seinem 15. Amtsjahr keine Kompromisse mehr. "Wenn jemand sagt, der Löw sei arrogant oder dünnhäutig, dann ist das eben so", sagte der Bundestrainer vor dem wichtigen Nations-League-Spiel gegen die Schweiz. Für ihn stehe in Testspielen nicht das Ergebnis über allem, sondern das Ziel, bei der Fußball-EM im nächsten Jahr eine "frische, hungrige, hochmotivierte Mannschaft zu haben, die auch mental und körperlich in der Lage ist, ein gutes Turnier zu zeigen." Das ist sein übergeordneter Plan.

Hohe Ansprüche an das Team

Und davor will er nach dem zähen 2:1-Sieg in der Ukraine heute (20.45 Uhr/Radio-Live-Reportage in B5 aktuell) in Köln einen weiteren Dreier gegen die Schweiz nachlegen - und das nach der Entscheidung vom Montag ohne Zuschauer. "Ich erwarte Konzentration, mehr Präzision in unserem Spiel, Mut und diesmal auch die richtigen offensiven Akzente", forderte der 60-Jährige von seinem Kader. Mit weiteren drei Punkten wären die größten Sorgen erst einmal vertrieben, Löw könnte ruhig weiterarbeiten und an seiner Spielidee mit jungen Talenten feilen.

Der Bundestrainer bestätigt, dass die hohen Ansprüche an das Team nicht wegzudiskutieren sind: "Aber man spürt, dass die Mannschaft zehn bis elf Monate nicht zusammen war und die Automatismen noch nicht so sitzen." Ob er seine Abwehrreihe als Dreier- oder Viererkette auflaufen lässt, ist laut Löw nicht entscheidend: "Wir bereiten die Mannschaft auf beides vor. Aber es geht darum, wo wir Dynamik auslösen können und wie die Positionierung bei Ballbesitz ist."

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Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft am Dienstag in der Nations League auf die Schweiz. Im Vergleich zur Partie gegen die Ukraine fordert Bundestrainer Joachim Löw von seinen Spielern mehr Mut und offensivere Akzente.

Stürmer Werner wieder fit

In Köln kann Löw wieder mit Timo Werner in der Startformation planen. Der Angreifer des FC Chelsea, der beim 2:1 in Kiew gegen die Ukraine nach einer Erkrankung nur zu einem Kurzeinsatz gekommen war, ist laut Löw wieder "im Vollbesitz der Kräfte". Kleine Fragezeichen gibt es noch beim Leipziger Lukas Klostermann, der wegen Knieproblemen untersucht wird. Sein Vereinskollege Marcel Halstenberg klagte vor dem Abschlusstraining über muskuläre Beschwerden im Bereich der Adduktoren, und Julian Draxler kämpft noch mit Achillessehnenproblemen. Die drei Angeschlagenen waren aber am Montagabend beim Aufwärmprogramm im Kölner Stadion dann auch dabei.

100. Länderspiel für Toni Kroos, 50. für Joshua Kimmich

Gesetzt im Mittelfeld ist natürlich Toni Kroos, der sein 100. Länderspiel bestreiten wird. Den 30-Jährigen lobte der Bundestrainer besonders, insbesondere seine permanente Entwicklung zwischen 2010 und jetzt: "Seine Konstanz und seine Klasse sind einmalig. Er ist die Ruhe in Person und er geht der Verantwortung nicht aus dem Weg!" Zusammen mit Joshua Kimmich, der vor seinem 50. Länderspiel steht, bildet Kroos laut Bundestrainer die perfekte Kombi im Zentrum. "Der Jo ist die personifizierte Leidenschaft und Professionalität. Er strahlt diese Gewinnermentaliät aus", rühmt Löw den 25-jährigen Bayern-Profi.

Nations-League-Gruppe 4

Die deutsche Mannschaft belegt mit fünf Punkten in ihrer Nations-League-Gruppe Platz zwei hinter den Spaniern, die sieben Zähler auf dem Konto haben. Während Deutschland am Dienstag auf die Eidgenossen trifft, spielen die Spanier gegen die Ukraine.