BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: BR

Seit dieser Saison ist Linus Straßer endgültig in der Elite des alpinen Skisports angekommen. Deutschlands neues Slalom-Ass war zu Gast in Blickpunkt Sport und erklärte, wie es nun endlich zu seinem Durchbruch kam.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Linus Straßer: "Wer vorne mitspielen will, muss riskieren"

Seit dieser Saison ist Linus Straßer endgültig in der Elite des alpinen Skisports angekommen. Deutschlands neues Slalom-Ass war zu Gast in Blickpunkt Sport und erklärte, wie es nun endlich zu seinem Durchbruch kam.

Per Mail sharen
Von
  • Cristina Krüger

Linus Straßer gehört zu den deutschen Medaillenhoffnungen bei der alpinen Ski-WM im italienischen Cortina d'Ampezzo, die vom 8.bis 21. Februar stattfindet. Zuletzt raste der gebürtige Münchener mit einem Sieg in Zagreb und einem zweiten Platz in Adelboden innerhalb von fünf Tagen in die Slalom-Weltspitze.

"Ich habe diese Saison gemerkt, dass ich nicht weit weg vom Podest bin", erklärte Straßer im Interview mit Markus Othmer. "Am Ende ist es trotzdem eine große Aufgabe, da muss alles zusammenpassen, und dann ist es in Zagreb tatsächlich passiert", erinnerte sich der 28-Jährige an den zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere vor gut zwei Wochen zurück.

Durchbruch nach "jahrelangem Hinterherfahren"

Straßer machte 2017 erstmals auf sich aufmerksam, damals gewann er im schwedischen Stockholm schon einmal ein Weltcup-Rennen - ein "City-Event". Dann wurde es erst einmal ruhiger um den Slalom-Spezialisten, der für den TSV 1860 München an den Start geht. Dabei war Straßer in den Jahren dazwischen keinesfalls von der Bildfläche verschwunden: "Meine Ergebnisse waren da, aber medial nicht so wirksam, weil die Podestplätze gefehlt haben", erklärte er. Diese Saison ging er dann aufs Ganze.

Wenn du vorne dabei sein willst, musst du dein Herz in die Hand nehmen und alles riskieren. Linus Straßer

Straßer als Favorit für die WM?

Nun scheint das Eis gebrochen, nach seinen Erfolgen zählen ihn Experten sogar zum Favoritenkreis für Cortina d'Ampezzo. Bis zu seinem Einfädler zeigte Straßer auch in Flachau, dass mit ihm zu rechnen ist. Im Hinblick auf die WM analysierte Straßer: "Wir haben aktuell ein sehr hohes Niveau bei den Herren. Eventuell besteht die Chance, aber da muss wirklich alles passen. Alles ist möglich, ich freue mich auf jeden Fall darauf".

Konzentration auf Schladming und Chamonix

Erst einmal blickt der DSV-Athlet allerdings auf die kommenden Rennen in Schladming und Chamonix. Insgesamt lobte Straßer das Hygienekonzept der Skiverbände und die Umsetzung vor Ort, die diese Erfolge überhaupt erst ermöglichen. Wichtig sei aber auch "ein Team, das sich gegenseitig hilft", so der 28-Jährige. Der jungen und weltcup-unerfahrenen DSV-Mannschaft habe Straßer "ein paar Jahre voraus".

© BR
Bildrechte: picture-alliance/dpa

Linus Straßer gehört zu dem Medaillenhoffnungen bei der alpinen Ski-WM im italienischen Cortina d'Ampezzo, die vom 8.bis 21. Februar stattfindet.