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Neujahrsspringen: Geiger schlägt Kobayashi - Lindvik siegt | BR24

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Karl Geiger kann als erster Deutscher seit 18 Jahren die Vierschanzentournee gewinnen. Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wurde der Oberstdorfer erneut Zweiter und hat gute Karten in der Tourneewertung.

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Neujahrsspringen: Geiger schlägt Kobayashi - Lindvik siegt

Der Norweger Marius Lindvik hat überraschend das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Er siegte vor dem Oberstdorfer Karl Geiger, der aber in der Tourneewertung auf Vorjahressieger Ryoyu Kobayashi Boden gut machen konnte.

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Mit eingestelltem Schanzenrekord im ersten Durchgang (143,5 Meter) und 136 Metern im zweiten Sprung setzte sich der Norweger vor Karl Geiger, der den Tagessieg um 4,8 Punkte verpasste, aber in der Tourneewertung nun nur noch 6,3 Punkte hinter Kobayashi liegt.

Geiger sprang 132 und 141,5 Meter und darf trotz ganz schlechter Windverhältnisse beim ersten Sprung einen weiteren Podestplatz bei der Vierschanzentournee feiern. Die bleibt auch deshalb spannend, weil Vorjahressieger und Oberstdorf-Sieger Ryoyu Kobayashi (132/141 m) diesmal nur Vierter wurde. Auch der Pole Dawid Kubacki (137/139,5 m), diesmal Dritter, spricht da noch ein Wörtchen mit.

Horngacher: "Geiger lässt sich nicht beirren"

"Unglaublich", sagte Geiger im ZDF. "Das ist ein perfekter Start ins neue Jahr. Der Flug hat sich supercool angefühlt." "Es war ein Wahnsinnswettkampf, extrem spannend alles", fand Bundestrainer Stefan Horngacher. Über Karl Geiger sagte er: "Man kann ihm nur gratulieren, wie er das managt. Gerade mit dem ganzen Druck, der auf ihm lastet. Er lässt sich einfach nicht beirren."

Schmid überrascht mit Platz sieben - Eisenbichler auf Rang 10

Zweitbester Deutscher war überraschend Constantin Schmid (Oberaudorf). Mit zwei Sprüngen auf 134,5 Meter landete er in den Top Ten auf Platz sieben. Dreifach-Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) erwischte im ersten Durchgang ebenfalls keinen guten Wind und landete zunächst auf Rang 14. Im zweiten Durchgang steigerte er sich auf 134,5 Meter, was in der Endabrechnung immerhin noch Platz elf bedeutete. Damit lag er noch vor Stephan Leyhe (Willingen), der mit Weiten auf 131 und 132 Meter auf den 16. Rang kam. Pius Paschke (Kiefersfelden/131,5/132 m) wurde 20..

"Da war bissl mehr drin", sagte Eisenbichler im ZDF. "Aber ich bin ganz zufrieden." Paschke sagte durchaus selbstkritisch: "Ich habe mich etwas schwerer getan, als in den letzten Wochen."

© picture-alliance/dpa

Karl Geiger in Garmisch-Partenkirchen

Stefan Kraft verliert Boden - Prevc und Stoch weit weg

Zwischen Eisenbichler und Leyhe landete Österreichs Topstar Stefan Kraft: Als Tournee-Vierter nach Garmisch gereist, verspielte er in Garmisch-Partenkirchen einmal mehr alle Chancen auf einen Topplatzierung bei der Tournee. Hier, wo er in den vergangenen beiden Jahren sogar seine K.o-Duelle verlor und sich jeweils nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert hatte, büßte er mit 129 und 131 Metern und Rang 13 wertvolle Punkte auf die Führenden ein. Keine Chance mehr auf eine Top-Platzierung in der Tourneewertung haben auch die ebenfalls als Mitfavoriten gehandelten Robert Johannson (Norwegen/14.), Peter Prevc (Slowenien/12.) und Kamil Stoch (Polen/19.))

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Skispringer Markus Eisenbichler traut Karl Geiger bei der Vierschanzentournee Großes zu. "Der Karl ist in Topform. Ich bin mir sicher, in Innsbruck wird er wieder zuschlagen."

Fünf von neun Deutschen im Finaldurchgang

Mit Geiger, Schmid, Leyhe, Eisenbichler und Paschke schafften es fünf DSV-Adler, sich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren. Martin Hamann (Aue/128 m), Philipp Raimund (Oberstdorf/125 m), Luca Roth (Meßstetten/123,5 m) und Moritz Baer (Gmund am Tegernsee/115 m) verloren dagegen ihre K.o.-Duelle und verpassten es, mit zwei Sprüngen in die Tourneewertung zu kommen.