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Lichtschwert-Fechten ist offizielle Sportart in Frankreich | BR24

© pictue-alliance/dpa

Ein Lichtschwert-Kampf

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    Lichtschwert-Fechten ist offizielle Sportart in Frankreich

    Die Macht ist mit den Franzosen: Der französische Fechtverband (FFE) hat Lichtschwert-Duelle als offiziellen Wettkampfsport anerkannt. Kämpfen und trainieren wie Obi Wan Kenobi in Star Wars - wir haben einen Fechtklub in Paris besucht.

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    Die grün, blau oder rot leuchtenden Kunststoffenwaffen sehen aus, als wären sie direkt aus dem Georg-Lucas-Universum in die reale Welt gebeamt worden. Auf das typische Geräusch aber wird beim Training verzichtet, denn es braucht Konzenztration, sagt Arthur. Er kämpft seit drei Jahren mit dem Lichtschwert und hat den Pariser Verein "Sabre Laser" mitbegründet: "Das ist kein Spiel, das ist wirklich Sport, Kampfsport und es erfordert körperliche und geistige Konzentration und Anstrengung."

    In einer kleinen Sporthalle im Pariser 10. Arrondissement stehen neun Männer, um die 30. Jeder hat sein Lichtschwert in der Hand. Den Blick zum großen Spiegel an der Wand gerichtet, üben sie einen Ausfallschritt nach vorne. Das Lichtschwert, erklärt Trainer Mickey, wird bei der Übung locker von hinten über den Kopf nach vorne geschwungen, bevor es nach vorne gerichtet in die Angriffsposition geht.

    Zehn Wiederholungen bei jeder Übung. Der Schweiß läuft bei den Kämpfern: "Man könnte jetzt glauben, dass man beim Schwertkampf nur die Arme benutzt, aber man muss sich viel bewegen, da braucht man auch Kraft in den Beinen. Es gibt unterschiedliche Techniken. Eigentlich werden alle Muskeln beansprucht, es ist ein Kampfsport", sagt Mickey.

    Fechtverband auf Nachwuchssuche

    Ein Kampfsport, der sich gerade erst entwickelt und von unterschiedlichen anderen Kampfsportarten inspiriert ist. Der französische Fechtverband, der den Kampf à la Star Wars nun offiziell anerkannt hat, will mit der Mischung aus Kampfsport und Kultfilm neue Mitglieder gewinnen. Nachwuchs natürlich.

    Aber auch diejenigen, die das Lichtschwert bisher vor allem auf der Spielkonsole geschwungen haben, sollen zum Sport gebracht werden. "Es geht darum, auch ältere Menschen wieder zum Sport zu bewegen. Menschen, die fast keinen Sport mehr machen, aber die vielleicht Lust haben, sich wie eine Star-Wars-Figur zu fühlen und zu kämpfen.“

    Wie bei Star Wars: "Es geht ums Überleben"

    Mehr als 50 Mitglieder hat der Pariser Lichtschwertkampfverein im Moment. Im Alter von sechs bis Ende 50. Freizeitsportler, aber auch Kämpfer, die für Turniere trainieren, wie Arthur: "Im Vergleich zu anderen Kampfsportarten sind unsere Regeln etwas nerdig. Man kämpft mehrere Runden und jeder Kämpfer hat fünf Lebenspunkte. Bei jedem Treffer des Gegners verliert er ein Leben. Das Ziel ist es, seine Leben zu verteidigen und nicht auf Teufel komm raus anzugreifen. Das ist wie bei Star Wars - es geht im Kampf nicht ums gewinnen, es geht ums Überleben."

    Am Ende jeder Trainingsstunde wird dann auch gekämpft. Dazu ziehen sich Arthur und die anderen ihre Kampfmontur an. Keine Jedi-Kutte, sondern Arm-, Bein-, Hand- und Kopfschutz wie beim Fechten. Die Klingen der Lichtschwerter sind aus biegsamem, aber hartem Plastik. Ein LED-Birnchen steckt im Griff und sorgt für die jeweilige Farbe.

    Im Dunkeln leuchten die Klingen der Schwerter. Die Kämpfer umtanzen sich, versuchen zuzustechen, abzuwehren. Zwischendurch vollführen sie dabei elegante Drehungen und stuntreife Sprünge. Der Lichtschwertkampf, das wird beim Zuschauen klar, ist eine Sportart, die vor allem dem Publikum ein großes Spektakel bietet.

    Sendung

    Das Fitnessmagazin

    Autor
    • Sabine Wachs
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