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Robert Lewandowski

Robert Lewandowski

Bildrechte: picture-alliance/dpa
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Lewandowski vor Abschied - Bundesliga verliert den Rekordjäger

Verlässt Robert Lewandowski den FC Bayern tatsächlich schon nach dieser Saison, endet nicht nur in München eine Ära. Zwölf Jahre lang hat der Pole in der Fußball-Bundesliga Rekorde geknackt. Jetzt hat er die nächste Gerd-Müller-Bestmarke eingestellt.

Von
Chiara TheisChiara TheisBernd R. EberweinBernd R. Eberwein
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Er trifft und trifft und trifft: Seit Robert Lewandowski 2010 von Lech Posen zu Borussia Dortmund in die Fußball-Bundesliga wechselte, steht sein Name fast schon für eine Torgarantie. Bei den Westfalen traf er in 131 Bundesligaspielen 74 Mal, beim FC Bayern katapultierte er sich in die Weltspitze der Stürmer: 237 Treffer in bisher 252 Spielen - und zahlreiche Rekorde, die wohl einige Jahre überdauern oder vielleicht sogar nie geknackt werden.

Auf einer Stufe mit Gerd Müller

Jahrzehntelange dachte man, dass die ewigen Bestmarken von FC-Bayern-Legende Gerd Müller vielleicht nie eingeholt werden. Doch Lewandowski holte sich zahlreiche dieser Rekorde, zum Abschluss der Saison 2021/22 ist Lewandowski in einem weiteren Ranking mit Müller gleichgezogen: Zum siebten Mal hat sich Lewandowski die Torjägerkanone in der Bundesliga gesichert. Genauso oft war bisher nur Müller Deutschlands Top-Torjäger.

35 Mal traf er in der laufenden Bundesligasaison, der zweitplatzierte Leverkusener Patrick Schick kommt auf "nur" 24 Tore.

Fünf Tore - Lewandowskis Ausnahmespiel gegen Wolfsburg

Überhaupt Gerd Müller: Die Vergleiche mit dem besten deutschen Stürmer der Fußballgeschichte begleiteten Lewandowski seit seinem Wechsel zum FC Bayern 2014. Den schienen die hohen Erwartungen an der Isar kein bisschen zu hemmen, im Gegenteil: Lewandowski traf zuverlässig und sorgte für legendäre Momente in der Münchner Arena.

Am 22. September 2015, einem Oktoberfesttag in München, erzielte er beim 5:1 gegen den VfL Wolfsburg als erster Einwechselspieler überhaupt fünf Bundesliga-Tore. Gleichzeitig gelang ihm der bisher schnellste Hattrick der Liga in nur drei Minuten und 22 Sekunden und als wäre das nicht schon genug auch noch der schnellste Vierer- (5:42 Minuten) und Fünferpack (8:59 Minuten). Und das, obwohl er wegen Sprunggelenkproblemen nicht von Anfang an spielen konnte.

Lewandowski knackt Müllers 40-Tore-Rekord

Das sollten aber nicht die einzigen Rekorde bleiben. 2016, in seiner zweiten Saison bei den Münchnern wurde er erstmals Torschützenkönig im FC-Bayern-Trikot, traf insgesamt dreißig Mal in der Bundesliga. 2014 hatte er sich in Dortmund diesen Titel zum ersten Mal gesichert. Das sollte erst der Anfang sein, auch 2018, 2019, 2020, 2021 und mit großer Wahrscheinlichkeit eben 2022 heißt der beste Torschütze der Bundesliga Robert Lewandowski.

Die Konstanz des Polen ist beeindruckend und bringt selbst unbezwingbar geglaubte Rekorde zum Fallen, wie den von Gerd Müller: 40 Saisontore in der Bundesliga in der Saison 1971/72. Lewandowski stellte den Rekord in der vergangenen Saison nicht nur ein, mit 41 Toren übertraf er ihn sogar und ist seitdem alleiniger Inhaber der Bundesliga-Bestmarke.

Zweifacher Weltfußballer

Mit 34 Toren in der aktuellen Bundesliga-Saison hat der Bayern-Star nun zum dritten Mal in Folge dreißig oder mehr Tore in einer Saison erzielt. Diese Stürmerqualitäten sorgen auch international für Aufsehen. In der Saison 2019/20 konnte Lewandowski nicht nur mit den Bayern zum ersten Mal die Champions League gewinnen, sondern wurde auch als erster Bundesliga-Spieler überhaupt mit dem FIFA-Weltfußballertitel ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr gewann er den FIFA-Titel erneut.

Daneben hat Lewandowski acht deutsche Meisterschaften und drei DFB-Pokal-Siege mit dem FC Bayern feiern können. Doch die Meisterschaft 2021/22 dürfte der letzte Titel des 33-Jährigen mit einem deutschen Klub gewesen sein.

Abschied scheint nur nur Formsache

Schon seit Wochen gibt es Spekulationen über einen möglichen Wechsel des Stürmer-Stars nach Spanien. Lewandowskis Vertrag bei den Bayern läuft 2023 aus, nach jüngsten Medienberichten sind Gespräche über eine Verlängerung zwischen Lewandowski und Verein ergebnislos geblieben - der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft wird die Bayern verlassen.

Offen ist nur noch, wann alles über die Bühne geht. 2023 wäre er ablösefrei, wechselt er in den kommenden Wochen, können die Bayern noch ordentliche Transfererlöse erwirtschaften. Der Marktwert des Weltfußballers wird in der Branche auf 40 bis 50 Millionen Euro taxiert.

Ein Gerd-Müller-Rekord wird bleiben

Zumindest eine Bestmarke von Gerd Müller dürfte dadurch wohl noch einige Jahrzehnte - oder vielleicht sogar - für immer Bestand haben: In der ewigen Torjägerliste der Fußball-Bundesliga steht Müller mit 365 Treffern unangefochten an der Spitze. Lewandowski ist da mit 311 Treffern "nur" Zweiter.

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Bayern München - Arminia Bielefeld

Bildrechte: dpa-Bildfunk

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