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Leroy Sané: Passt der Offensivstar zum FC Bayern? | BR24

© picture-alliance/dpa

Leroy Sané

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Leroy Sané: Passt der Offensivstar zum FC Bayern?

Seit Wochen wird spekuliert: Kommt Leroy Sané zum FC Bayern oder nicht? Wenn der Nationalspieler nach München wechselt, wird es den Deutschen Meister viel Geld kosten. Aber könnte sich der Offensivstar beim Rekordmeister auch durchsetzen?

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Sané hat mit seinen Leistungen in der DFB-Elf gezeigt, dass er mit Rückschlägen umgehen kann. In der abgelaufenen Saison in der Premier League bei Manchester City lief es nicht so wie erhofft: Nur bei knapp der Hälfte der Spiele stand er in der Startelf, und das obwohl er in der Meister-Saison 2017/18 zum Nachwuchsspieler der Saison gewählt worden war.

Für die WM 2018 sortierte ihn Bundestrainer Joachim Löw aus. Doch nur ein Jahr später gehört Sané zur Stammelf. In neun der zehn Länderspiele 2018/19 stand der 23-Jährige auf dem Platz. Mit fünf Treffern in den letzten sechs Partien war er der erfolgreichste Schütze. Für die Nationalmannschaft ist er mittlerweile unverzichtbar geworden.

"Der Bundesliga würde es auf jeden Fall gut tun, wenn ein Spieler wie Leroy Sané hier wär." Oliver Bierhoff, Nationalmannschafts-Direktor

Konkurrenzkampf beim FC Bayern droht

Sané käme als Superstar und wohl teuerster Einkauf (geschätzter Marktwert: 100 Millionen Euro) in der Geschichte der Bundesliga an die Isar. Der öffentliche Druck wäre groß. Und auch in München könnte ihm die Bank drohen: Kingsley Coman, Serge Gnabry und Nachwuchstalent Alphonso Davies wären die Offensiv-Konkurrenten auf der Außenbahn. Allerdings, "taktisch wäre man in der Offensive noch weniger ausrechenbar", sagt BR-Fußball-Reporter Philipp Nagel. Auch mit Blick auf den verletzungsanfälligen Coman hätte Trainer Niko Kovac damit eine Besetzungsoption mehr zur Verfügung.

"Sané wäre sofort ein Fixpunkt im Bayern-Spiel und könnte hier nach Ribery und Robben eine Ära prägen." BR-Fußball-Reporter Philipp Nagel

Aber kann ein 23-Jähriger damit umgehen? Fakt ist: Ihm gelang es bislang nicht, konsequent seine Leistung abzurufen. "Grundsätzlich ist er ein Spieler, der alles mitbringt, um absolute Weltklasse zu werden. Man hat aber das Gefühl, dass er gesagt bekommen muss, was zu tun ist, um das zu werden", sagte Nationalmannschaftskollege Toni Kroos über Sané. Doch Löw sieht schon Fortschritte bei dem Jungstar: "Ich denke, die Entwicklung ist sehr gut", resümierte der Bundestrainer.

© BR Sport

Was ist aus Sicht des FC Bayern der aktuelle Stand? Würde Sané überhaupt in das Mannschaftsgefüge passen. Und welche Rolle spielen bei diesem Transferpoker die zukünftigen Mitspieler? Drei Fragen, drei Antworten mit BR-Reporter Philipp Nagel.

Sané liebt es extravagant

Dass der ehemalige Schalke-Spieler die Öffentlichkeit polarisiert, dürfte in München kaum ein Problem darstellen. Die Bayern-Verantwortlichen und -Fans sind da ja einiges gewohnt: Sané könnte also nicht nur sportlich in die Fußstapfen von Franck Ribéry treten. Der 23-Jährige demonstriert wie der Franzose seine besonderen Vorlieben gerne außerhalb des Platzes - ob mit Felljacke oder Designer-Rucksack. Und er gilt auch als selbstverliebt: Seinen Rücken ziert ein riesiges jubelndes Selbstporträt als Tattoo.

© imago images/ Christian Schrödter

Sanés modischen Vorlieben polarisieren die Öffentlichkeit.

Kimmich würde Sané kaufen

Von den spielerischen Anlagen her wäre der 23-Jährige auf jeden Fall eine Augenweide für die Fans. Bei den EM-Quali-Spielen gegen Weißrussland und Estland harmonierte er bestens mit den Bayern-Spielern Joshua Kimmich und Serge Gnabry. Die große Bayern-Fraktion warb daher mehr oder weniger intensiv um ihn als Robbery-Ersatz. Sané sei ein junger, deutscher Spieler mit einem super Potenzial, stellte Kimmich fest. Seine Schlussfolgerung: "Ich an Bayerns Stelle würde den kaufen".

Goretzka sprach sich auch für den einstigen Schalke-Kollegen aus. "Er ist ein sehr guter Freund und würde uns sportlich weiterhelfen. Ich habe ihm aufgezeigt, dass das ein guter Schritt für ihn wär", sagte der Münchner Spieler. Und unlängst schwärmte auch Robert Lewandowski: "Das ist ein Spieler mit großer Qualität und großem Potenzial. Ich habe gesehen, wie gut er ist. So ein Spieler kann die Mannschaft vom ersten Spiel an verbessern."