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Leroy Kwadwo: Würzburger Kickers setzen Zeichen gegen Rassismus | BR24

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Unter dem Motto "Rote Karte dem Rassismus - Einer von Uns - Leroy Kwadwo" starten die Würzburger Kickers zusammen mit dem SC Preußen Münster eine Aktion in der Dritten Liga: Sie wollen sich mit T-Shirts solidarisch gegen Rassismus zeigen.

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Leroy Kwadwo: Würzburger Kickers setzen Zeichen gegen Rassismus

Unter dem Motto "Rote Karte dem Rassismus – Einer von Uns – Leroy Kwadwo" starten die Würzburger Kickers zusammen mit dem SC Preußen Münster eine Aktion in der Dritten Liga: Sie wollen sich mit T-Shirts solidarisch gegen Rassismus zeigen.

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Der 23-jährige Leroy Kwadwo ist am vergangenen Spieltag von einem einzelnen Zuschauer rassistisch beleidigt worden. Er sagt, dass er unglaublich viele aufmunternde Worte und Nachrichten erhalten hat. Auch die Reaktion im Stadion und danach habe ihn sehr berührt. Sie sei ein ganz starkes Zeichen.

T-Shirts gegen Rassimus

Nun wollen am 25. Spieltag kurz vor Anpfiff weitere Vereine, Schiedsrichter und Einlaufkinder in einheitlichen T-Shirts auf die Aktion gegen Rassismus hinweisen. Im unmittelbaren Anschluss wird es in allen zehn Begegnungen eine Gedenkminute für die Opfer von Hanau und deren Angehörige geben. Zudem wollen alle Akteure auf dem Platz Trauerflor tragen.

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"Ich denke, wir haben ein gutes Zeichen gemacht", sagt Würzburgs Trainer Michael Schiele. Rassistische Äußerungen gehören "im Keim erstickt".

Kein Platz für Rassismus in der Dritten Liga

Die Drittligisten betonen in der begleitenden Pressemitteilung, dass sie nach den Vorkommnissen beim Spiel in Münster am vergangenen Freitag und der Schreckensnacht von Hanau an diesem Spieltag ein entschiedenes Zeichen gegen Hass und Rassismus setzen wollen: "Es ist kein Platz für Rassismus und Ausgrenzung. Wir wollen das nicht! Nicht im Stadion. Nicht in der Dritten Liga. Nicht in unserer Gesellschaft. Nirgendwo." Auch der DFB-Kontrollausschuss ermittelt nach dem Vorfall.

Leroy Kwadwo am Dallenberg dabei

Leroy Kwadwo ist zwar beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig aufgrund einer Gelbsperre nicht spielberechtigt. Er wird aber im Stadion am Dallenberg anwesend sein. "Die Aktion zeigt uns allen eindrucksvoll, welche Kraft unser Fußball hat und wie groß der Zusammenhalt der gesamten Fußball-Familie ist."

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Würzburger Kickers-Kapitän Sebastian Schuppan: "Da muss man noch mehr machen". "Immer wieder" müsse man gegen rassistische Äußerungen "deutlich klar machen, dass wir mit unserer Meinung die Mehrheit sind".