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Leon Goretzka: Bayern muss vielleicht die Spielweise ändern | BR24

© picture-alliance/dpa

Leon Goretzka vor zehn Tagen beim Spiel Schalke - Bochum

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    Leon Goretzka: Bayern muss vielleicht die Spielweise ändern

    Der FC Bayern eröffnet am Freitag die neue Bundesligasaison gegen Schalke 04 - nach nur einer Woche Vorbereitung. Mittelfeldspieler Leon Goretzka glaubt, dass die Münchner in der bevorstehenden kräftezehrenden Saison ihr Spielsystem anpassen müssen.

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    Vor zehn Tagen "spionierte" Leon Goretzka noch im Ruhrgebiet. In einem Freundschaftsspiel trafen seine beiden Ex-Vereine aufeinander. Schalke 04 gewann souverän 3:0 gegen den VfL Bochum. Allerdings: Es war einer der wenigen überzeugenden Auftritte der Schalker, die am Freitagabend zum Bundesligastart in der Münchner Arena (Anstoß 20.30 Uhr, die 2. Halbzeit live auf B5 aktuell) zu Gast sind, in der Saisonvorbereitung.

    Zuvor hatten die Schalker peinliche Pleiten gegen die Drittligisten KFC Uerdingen (1:3) und SC Verl (4:5) erlebt, den einzigen Testspielsieg gab's gegen den griechischen Erstligisten Aris Saloniki (1:0). Trainer David Wagner gilt bei den Buchmachern als Topkandidat auf die erste Trainerentlassung der Saison.

    Schalke 04 ist vor der neuen Saison also wieder einmal eine Wundertüte - der Leistungsstand der "Knappen" lässt sich nur schwer einschätzen.

    Schalke fehlen die Fans

    "Ich hatte unserem Trainer ein Foto geschickt, dass ich eine Analyse mache", scherzte Goretzka drei Tage vor dem Spiel auf einer Pressekonferenz des Rekordmeisters. Ansonsten wollte sich Goretzka wenig zu seinem Ex-Klub und dessen aktuellen Leistungsstand äußern.

    Denn Schalke sei, auch nach einer desolaten Rückrunde in der Vorsaison, nicht in einer Situation, "wo ein Ex-Spieler sagen muss, was sie tun oder zu lassen haben." Allerdings merkte Goretzka an: "Einem Verein wie Schalke tut es doppelt weh, wenn die Fans fehlen." Vorteil FC Bayern also am Freitagabend?

    Goretzka: Saisonvorbereitung "schon sehr speziell"

    Der FC Bayern hat wenige Tage vor dem Ligastart genügend eigene Baustellen, die noch gelöst werden müssen. Nur eine Woche Saisonvorbereitung, "das ist schon sehr speziell", so Goretzka.

    Während die Konkurrenz fast wie gewohnt einige Wochen auf die neue Spielzeit hintrainieren konnte, rechnet Goretzka damit, dass der FC Bayern in der neuen Saison mit seinen Kräften haushalten muss. "Es ist definitiv eine große Herausforderung für uns alle. Wir werden den kompletten Kader benötigen, um durch die Saison zu kommen", sagte der Mittelfeldspieler.

    Goretzka: "Müssen überlegen, die Spielweise zu ändern"

    Goretzka kann sich sogar vorstellen, dass die Bayern in der neuen Spielzeit ihr Spielsystem und das aggressive Pressing überdenken müssen. "Wenn man alle zwei, drei Tage spielt, braucht man eine Schublade mehr im Repertoire", sagte Goretzka: "Wir müssen überlegen, ob wir unsere Spielweise ändern."

    Klare Worte von Goretzka, der sich nach seinen ersten beiden Jahren bei den Bayern auf dem Weg zum Führungsspieler sieht. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass es mein Ziel ist, das zu schaffen." Da zuletzt auch die Leistung auf dem Platz gestimmt hat, sei er "jetzt an dem Punkt, wo ich auch mal das Kommando übernehmen kann."

    Keine Gespräche im Team über Zukunft von Thiago und Alaba

    Und das auch neben dem Platz. Unverändert offen ist die Zukunft einiger Leistungsträger wie Thiago und David Alaba. Das sei zwar im Team kein Thema ("Jeder ist in der Lage, das auszublenden. Da sind wir als Gemeinschaft viel zu stark"). Aber Goretzka sieht - selbst wenn beide bleiben sollten - durchaus noch Bedarf, auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. "Ich glaube, dass man mindestens jede Position doppelt besetzt haben sollte."

    Goretzka hält die Bayern trotz dieser Fragezeichen und der sehr kurzen Saisonvorbereitung dennoch bereit für die kommende Aufgaben. "Das Double zu verteidigen macht richtig Spaß, das Triple zu verteidigen noch mehr", erklärte er, auch wenn da natürlich Faktoren dazu gehören, "die man zu 100 Prozent nicht beeinflussen kann."

    Der FC Bayern ist schon wieder "hungrig"

    Leipzig, Dortmund, Leverkusen, Mönchengladbach sieht er als Hauptkonkurrenten, alle mit dem Vorteil, mehr Vorbereitungszeit hinter sich zu haben. Doch die Bayern wollen diese Nachteile mit dem gewohnten "Mia san mia"-Habitus kontern: "Ich habe nicht das Gefühl, dass die Mannschaft satt wirkt. Wir sind hungrig, da wird im Training kein Prozent weniger gemacht."

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