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Langläuferinnen Ringwald, Böhler und Schicho beenden Karriere | BR24

© Picture alliance/dpa

Sandra Ringwald (li.) und Steffi Böhler

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    Langläuferinnen Ringwald, Böhler und Schicho beenden Karriere

    Die deutschen Langläuferinnen Sandra Ringwald, Steffi Böhler und Elisabeth Schicho vom SC Schliersee haben ihre Karriere beendet. Vor allem bei der 28 Jahre alten Ringwald, Deutschlands bester Sprinterin, kam diese Entscheidung überraschend.

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    Das Trio werde im kommenden Winter nicht mehr an den Start gehen, teilte der Deutsche Skiverband (DSV) mit. Für die Heim-WM 2021 in Oberstdorf, die für das Langlauf-Team als großes langfristiges Ziel gilt, muss Bundestrainer Peter Schlickenrieder nun neu planen.

    Ringwald gehörte zu den besten deutschen Langläuferinnen

    Überraschend vor allem der Rücktritt der 28-jährigen Sandra Ringwald. Im vergangenen Winter gehörte sie gemeinsam mit Katharina Hennig und Victoria Carl zu den besten DSV-Läuferinnen. Beim Weltcup im italienischen Cogne lief sie als Zweite zu ihrem ersten Weltcup-Einzelpodest.

    Zuvor stand sie 2016 schon einmal mit Hanna Kolb im Team-Sprint sowie 2017 mit der deutschen Staffel auf dem Podium. Die Sportsoldatin erreichte in ihrer Karriere weitere 23 Top-10-Platzierungen in der Königsklasse, holte 2013 Silber bei der Juniorenweltmeisterschaft in Liberec und vertrat Deutschland bei vier Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen 2018 in Südkorea.

    "Sandra ist derzeit Deutschlands beste Sprinterin und hat sich erst in diesem Winter ihr erstes Einzelpodest erkämpft ... Sie hinterlässt in jedem Fall ein Loch, sportlich wie persönlich." Andreas Schlütter, Sportlicher Leiter, in einer DSV-Pressemitteilung

    Böhler nach Unfall ohne Weltcuprennen

    Die 38 Jahre alte Böhler macht nach 18 Jahren, sieben Weltmeisterschaften und vier Olympia-Teilnahmen Schluss. Zu ihren größten Erfolgen zählen zweimal olympisches Edelmetall sowie eine WM-Medaille mit der Staffel. Auch bei Großereignissen war die Sportsoldatin vor allem im Team erfolgreich: 2006 gewann sie olympisches Silber in Turin, 2007 WM-Silber in Sapporo und 2014 Bronze bei den Olympischen Spielen in Sotschi. Im der vergangenen Saison hatte Böhler nach einem Wildunfall im Herbst allerdings schon keine Weltcup-Rennen mehr bestritten.

    Ihr größter persönlicher Triumph war der Sieg über ihre Krebserkrankung. Nachdem 2012 ein bösartiger Tumor in Böhlers Schilddrüse entdeckt worden war, kämpfte sie tapfer gegen die Krankheit und um einen erfolgreichen Wiedereinstieg in den Sport. Steffi Böhler wird für ihre sportlichen Leistungen mit der Silbernen Ehrennadel des Deutschen Skiverbandes ausgezeichnet.

    "Steffi blickt auf eine erfolgreiche und lange Karriere zurück. Sie war immer eine Stütze in der Mannschaft. Wir werden sie vermissen." Andreas Schlütter

    Auch Bayerin Schicho hört auf

    Neben Böhler und Ringwald beendet auch Elisabeth Schicho vom SC Schliersee ihre aktive Karriere. Die Juniorenweltmeisterin im Sprint von 2014 absolvierte zwischen 2012 und 2019 insgesamt 48 Weltcupstarts. Dabei platzierte sich die Zollbeamtin dreimal im Team-Sprint und zweimal in einem Einzelrennen unter den besten Zehn der Welt. Im Alpencup stand die 28-Jährige neunmal auf dem Podium, zweimal als Siegerin.

    "Elisabeth hat ihre größten Erfolge bei der U23-WM und im Alpencup gefeiert und sich dadurch immer wieder für den Weltcup empfohlen. Durch ihre Frohnatur hat sie sich immer bestens in die Mannschaft integriert und dabei einige Male in der erweiterten Weltspitze angeklopft." Andreas Schlütter