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Lahm rechtfertigt seine Kritik an Löw | BR24

© dpa

Philipp Lahm

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    Lahm rechtfertigt seine Kritik an Löw

    Der ehemalige Fußball-Weltmeister Philipp Lahm hat die öffentliche Kritik an Bundestrainer Joachim Löw und aktuellen Nationalspielern gerechtfertigt.

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    "Als Ehrenspielführer und langjähriger Kapitän sehe mich in der Verantwortung, Diskussionen anzuregen", sagte er dem "Handelsblatt".

    "Ich will zum Nachdenken animieren. Man muss auch über ein Ereignis diskutieren können, das negativ war."Philipp Lahm

    Lahm hatte nach dem Ausscheiden Deutschlands in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in Russland in einem Beitrag im Online-Netzwerk LinkedIn von Löw eine "eine Kultur strafferer, klarerer Entscheidungen" gefordert. "Ich werde das immer wieder tun, den Finger in die Wunde legen. Ich will, dass wir wieder erfolgreich werden", sagte Lahm nun. Der 34-jährige Münchner bestätigte, dass er nach der Kritik mit Löw telefoniert habe.

    Kritik von Effenberg an Lahm

    Lahm bekam für seine Kritik an Löw nicht nur Anerkennung. So reagierte Stefan Effenberg mit Unverständnis. "Wenn man zusammen so erfolgreich war, stellt man jemanden nicht so öffentlich an den Pranger", sagte der ehemalige Nationalspieler in einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er habe Lahms Kritik als "grenzwertig" empfunden.

    Lahm sei ein Beispiel dafür, wie glattgebügelt viele Spieler heutzutage während ihrer Karriere seien, meinte Effenberg; viele hätten Angst davor anzuecken. "Ich kann mich kaum daran erinnern, dass er in seiner Zeit als Fußballer etwas Negatives oder Kritisches gesagt hat", sagte der 50-Jährige über Lahm.

    "Kaum hört er auf, putzt er den Löw weg. Das hätte er nie gemacht, wenn er noch aktiv gewesen wäre. Jetzt, nach der Karriere, zeigt sich der wahre Charakter." Stefan Effenberg.