Thomas Müller und Manuel Neuer bei der Ankunft beim DFB

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Länderspiele gegen den Bayern-Frust: "Da müssen wir jetzt durch"

Länderspiele gegen den Bayern-Frust: "Da müssen wir jetzt durch"

Normalerweise profitiert die Fußball-Nationalmannschaft von einem selbstbewussten FC-Bayern-Block. Doch Thomas Müller & Co. reisen diesmal angefressen mit einer 0:1-Niederlage gegen Augsburg an. Das soll die DFB-Ziele aber nicht beeinflussen.

"Jetzt wird es erstmal eine ungemütliche Länderspielpause. Lieber würde ich ehrlich gesagt in drei Tagen das Ding wieder geraderücken mit Bayern. Aber jetzt ist es so wie es ist, da müssen wir jetzt durch", sagte Leon Goretzka. Der Mittelfeldspieler vom FC Bayern ist einer von sieben Münchner Profis im Aufgebot von Bundestrainer Hansi Flick für die Nations-League-Länderspiele gegen Ungarn (23. September) und in England (26. September).

Geht es nach Oliver Bierhoff, dem Geschäftsführer Nationalmannschaften und Akademie beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), sollen die Spieler die Probleme aus ihren Vereinen am besten daheim lassen. Die Länderspiel sind die letzten ernstzunehmenden Tests vor der im November beginnenden WM in Katar.

Bierhoff fordert den Nations-League-Gruppensieg

Bierhoff fordert nicht mehr und nicht weniger als den Nations-League-Gruppensieg. "Dieser Mannschaft würde dieses Erfolgserlebnis gut tun", sagte er. "Aufbau von Selbstvertrauen", heißt das Motto für die beiden Partien.

Einen Punkt liegt das DFB-Team hinter Tabellenführer Ungarn (acht Punkte). Einen weiteren Zähler dahinter ist Italien Dritter. England ist abgeschlagen Letzter mit zwei Punkten. Der Gruppensieg würde die erstmalige Teilnahme am Final-Four-Turnier um den Nations-League-Titel bedeuten.

Im Hinspiel in Ungarn im Juni gab es ein 1:1. Auch das Heimspiel gegen England endete Remis.

Flick will "schnell in den Turniermodus"

Auch Bundestrainer Hansi Flick will sich nicht groß mit den Befindlichkeiten in den Vereinen auseinandersetzen. Für ihn zählt nur die WM. "Wir müssen relativ schnell in den Turniermodus kommen und Leistung abrufen", forderte Flick, der in seinen bisher 13 Spielen als Chefcoach noch ungeschlagen ist.

Goretzka: "Vielleicht auch Selbstvertrauen holen"

Immerhin: Auch die Bayern-Profis sehen die positiven Seiten der Länderspielpause, auch wenn sie die 0:1-Pleite gegen Augsburg nun erst später korrigieren können. "Man sieht mal wieder andere Gesichter und kann die Zeit nutzen, um sich da vielleicht auch Selbstvertrauen zu holen", sagte Goretzka.

Doch es geht nicht nur ums Selbstvertrauen, es geht vor allem ums Ticket zur WM. "Es sind die letzten Eindrücke, die die Trainer gewinnen können", unterstrich Bierhoff: "Deswegen werden es fokussierte und konzentrierte Tage werden." Flick betonte zwar, dass in Sachen WM-Teilnahme "die Tür für jeden noch offen ist". Doch die könnte sich nach den beiden Länderspielen schon ein gutes Stück schließen - auch für schwächelnde Bayernspieler.

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