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Vierschanzentournee-Vorjahressieger Dawid Kubacki aus Polen hat das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Karl Geiger wurde als bester Deutscher Fünfter und bleibt damit im Kampf um den Tourneesieg gut im Rennen.

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Kubacki gewinnt Neujahrsspringen - Geiger Fünfter

Vierschanzentournee-Vorjahressieger Dawid Kubacki aus Polen hat das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Karl Geiger wurde als bester Deutscher Fünfter und bleibt damit im Kampf um den Tourneesieg gut im Rennen.

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Kubacki schnappte sich nach 139,0 m im ersten Durchgang dank seines zweiten Sprunges auf 144,0 Meter, mit dem er seinen eigenen Schanzenrekord einstellte, den Tagessieg vor dem Weltcupführenden Halvor Egner Granerud (Norwegen/137,0/136,0 m), der die Führung in der Tourneewertung übernahm. Dritter wurde der Pole Piotr Zyla (129,5/137,0 m).

Karl Geiger (Oberstdorf) kämpfte sich im Finaldurchgang (138,0 m) noch vom 14. auf den fünften Rang und wahrte seine guten Chancen in der Gesamtwertung der Tournee. Markus Eisenbichler (Siegsdorf) landete nach seinem fünften Rang in Oberstdorf diesmal mit Sprüngen auf 137,5 und 134,0 m auf Platz sieben. Auch er hat weiterhin Chancen auf den Tourneesieg - es wäre der erste seit Sven Hannawald vor 19 Jahren.

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Gute Laune bei den deutschen Topspringern: Nach dem Neujahrsspringen interviewt Markus Eisenbichler den Tagesfünften Karl Geiger.

Geiger: "Unterm Strich sehr zufrieden"

"Der erste Sprung war ein bisschen spät", sagte Geiger selbstkritisch im Ersten. "Aber es war ein guter Wettkampf. Unterm Strich bin ich sehr zufrieden, denn ich hätte nicht gedacht, dass es für mich noch so weit nach vorne geht."

Bei Eisenbichler lief es umgekehrt. "Yes", hatte er nach seinem ersten Sprung vor verschneiten Bergen noch jubelnd gebrüllt. Nach seinem zweiten Versuch auf 134 Meter war die ganz große Euphorie an der Großen Olympiaschanze dann aber verflogen. "Es war nicht optimal, aber passt schon", so Eisenbiuchler, der als Gesamtfünfter der Tourneewertung trotzdem noch Chancen hat, zumindest aufs Podium zu kommen.

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Karl Geiger

Trotz des nicht ganz optimalen Starts ins Jahr 2021 sind die Hoffnungen der deutschen Fans auf den ersten Tourneesieg seit 19 Jahren also absolut intakt. Bei der 69. Ausgabe des Schanzen-Spektakels in vier Akten geht es extrem eng zu. Ein Alleingang an der Spitze wie von Ryoyu Kobayashi 2018/19 oder von Kamil Stoch ein Jahr zuvor ist nicht abzusehen, auch wenn der Norweger Granerud mit konstant starken Sprüngen verdeutlichte, warum er als Top-Favorit in die Tournee gegangen war.

Lindvik am Kiefer operiert

Anders als Granerud hatte sich ein anderer norwegischer Mitfavorit bereits an Silvester aus dem Rennen um den goldenen Adler verabschieden müssen: Marius Lindvik, der in Oberstdorf am vergangenen Dienstag Dritter geworden war, konnte wegen starker Zahnschmerzen nicht in Garmisch antreten und fällt nach einer Kiefer-OP auch in Innsbruck aus.

Hamann und Paschke überraschen positiv

Martin Hamann (Aue) zeigte als Elfter eine sehr erfreuliche Leistung. Auch Pius Paschke (Kiefersfelden) konnte sich als 16. besser platzieren als noch in Oberstdorf, wo er das Finale verpasste.

Richard Freitag (Aue) kam als 25. des ersten Durchgangs auf Rang 27 und holte seine ersten Weltcuppunkte seit knapp 13 Monaten. Dass er bei der Tournee auch weiterhin dabei ist, glaubt der Routinier trotz der Leistung von Garmisch-Partenkirchen eher nicht: "Die anderen sind gut in Form. Ich würde mich freuen. Ich könnte es aber auch verstehen, wenn die Mannschaft so bleibt, wie sie ist."

DSV-Quartett verpasst Finaldurchgang

Severin Freund (Rastbüchl) konnte nicht an seine Leistung von Oberstdorf anschließen. Der Ex-Weltmeister verlor sein Duell gegen den Russen Michail Nazarow und qualifizierte sich nicht für den Finaldurchgang. Auch Constantin Schmid (Oberaudorf), David Siegel (Baiersbronn) und Moritz Baer (Gmund-Dürnbach) verloren ihre K.o.-Duelle und verpassten das Finale.