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Kommentar: Falsch und völlig überflüssig | BR24

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© BR Sport/Taufig Khalil

Die Medienschelte der Bayern-Bosse sollte sitzen. Allerdings sind Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß damit übers Ziel hinausgeschossen. Ein Kommentar von Taufig Khalil.

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Kommentar: Falsch und völlig überflüssig

Die Medienschelte der Bayern-Bosse sollte sitzen. Allerdings sind Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß damit übers Ziel hinausgeschossen. Ein Kommentar von Taufig Khalil.

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Darf man das? Darf man als weltweit agierender Sportverein so mit der Medienberichterstattung umgehen?

Klar, kann man - wie der FC Bayern das jetzt tut - juristische Schritte gegen Medienunternehmen einleiten, die - so das Verständnis des Rekordmeisters - bewusst Unwahrheiten verbreiten. Über die Rechtmäßigkeit dieser Vorgehensweise müssen dann ja Gerichte entscheiden.

Aber darf man in einer weltweit übertragenen Pressekonferenz Journalisten namentlich attackieren und sie damit im Zweifel auch dem Zorn der Fans aussetzen?

Für mein Verständnis haben die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic mit Ihrer Medienschelte eine klare Grenze überschritten.

Es mag ja sein, dass Ihnen die kritische Berichterstattung in den letzten Wochen nicht gefallen hat. Doch haben die Medien, die die Bayern im Erfolgsfall hochjubeln und auch feiern im Falle des Misserfolgs nicht auch die Aufgabe zu hinterfragen, was schief läuft?

Sollte nur von der sportlichen schlechten Situation abgelenkt werden?

Sind die Journalisten da nicht auch selbst auf Ihre Analysen und Interpretationen angewiesen, wenn die Bosse sich seit Wochen nicht stellen, um die sich aufdrängenden Fragen nach Form und mangelnder Kaderstärke zu beantworten?

Hat Uli Hoeneß mit seinen unbedachten Worten, dass der Trainer im Falle eines Versagens der Rotation am Ende den Kopf dafür hinhalten muss, nicht selbst Öl ins Feuer gegossen? Sich hinterher damit rausreden zu wollen, falsch verstanden worden zu sein, ist wohl zu einfach bei so einem Medienprofi, der genau weiß, welche Wucht seine Worte haben.

Dieser Angriff auf die freie Berichterstattung ist falsch und völlig überflüssig. Am Ende soll damit wohl von der sportlichen schlechten Situation abgelenkt werden.

Platz sechs und vier Punkte Rückstand auf Borussia Dortmund sind nicht mit dem Klubmotto "Mia san mia" zu vereinbaren. Daher gilt es, diesen Zusammenhalt nun wenigstens mit Worten zu demonstrieren, wenn es schon auf dem Platz nicht gelingt!