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Köpke: 1. FC Nürnberg muss jetzt 100 Prozent geben | BR24

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Der frühere Club-Torwart Andreas Köpke leidet immer noch mit dem 1. FC Nürnberg: Die Franken spielen in der Abstiegsrelegation um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga.

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Köpke: 1. FC Nürnberg muss jetzt 100 Prozent geben

Für den 1. FC Nürnberg ist die Relegation die letzte Chance, um den Abstieg in die Drittklassigkeit noch zu verhindern. Für den ehemaligen Club-Torwart Andreas Köpke hat deshalb die Mannschaft "die verdammte Pflicht, da jetzt 100 Prozent zu geben."

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Köpke kennt den Club und die Hochs und Tiefs am Valznerweiher aus eigener Erfahrung. Von 1986 - 1994 und 1998 - 2001 stand er in insgesamt 336 Spielen für die Franken zwischen den Pfosten. In der Saison 93/94 steckte er mit dem Club im Abstiegskampf. Auch bei seinem zweiten Engagement stieg er mit den Nürnbergern in die 2. Bundesliga ab.

Am Ende der Saison 2019/20 könnte es für die Franken noch eine Klasse tiefer gehen. Köpke verfolgt die Entwicklung und leidet mit dem Verein. "Man kann eigentlich nur die Daumen drücken, dass sie jetzt die nächsten beiden Spiele gut über die Bühne bekommen und zumindest in der 2. Bundesliga bleiben." Die tieferen Gründe für die andauernde Misere kennt auch der ehemalige Nationaltorhüter nicht. Er sei zu weit weg, "um da wirklich einen objektiven Kommentar abzugeben. Man sieht halt, was auf dem Platz passiert. Dass sie ihre Spiele nicht zu Ende bringen. Sie spielen teilweise ganz gut und holen nicht die nötigen Punkte."

Abstiegsangst statt Aufstiegsjubel

Die bittere Konsequenz der sportlichen Talfahrt: Der Verein wollte eigentlich um den Aufstieg mitspielen, jetzt sind sie in der Relegation gelandet. "Das sei jetzt ein reines Nervenspiel. "Man muss wirklich schaun, dass man die Nerven im Griff hat". Denn die Mannschaft habe nicht unendlich viel Selbstvertrauen und deshalb werden es "zwei harte Spiele" für den angeschlagenen Zweitligisten. "Der Dritte der 3. Liga wird wahrscheinlich mit breiter Brust kommen. Ich drücke natürlich die Daumen, dass es klappen kann", so der 58-jährige Ex-Profi.

Duo Wiesinger/Mintal momentan die beste Lösung

Das Trainer-Duo Michael Wiesinger/Marek Mintal hält Köpke wahrscheinlich im Moment für "die beste Lösung, wenn man jetzt noch den Trainerwechsel will." Wiesinger als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Ex-Profi Mintal, der auch als U21-Coach arbeitet, kennen den Verein und die Mannschaft. Sie müssen ihre Erfahrung jetzt nicht nur taktisch einbringen, sondern in Einzelgesprächen "versuchen, den Jungs Mut zu zusprechen."

Aber egal wer auf der Trainerbank sitzt. "Da hilft dir keiner mehr, wenn du auf dem Platz stehst." Köpke fordert eine Reaktion der Mannschaft ein. "Ich glaube, die Jungs haben auch die verdammte Pflicht, da jetzt 100 Prozent zu geben, um dann eben auch in der Zweiten Liga zu bleiben."

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Andreas Köpke zu Besuch in Nürnberg: Im Exklusivinterview mit BR24-Sport-Reporterin Julia Büchler sprach der Bundestorwartrainer nicht nur über den Club vor der Relegation, sondern auch über die Nationalmannschaft.