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Ex-Club-Trainer Köllner: "Das war nicht so besprochen" | BR24

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Seit Mitte Februar ist Michael Köllner beim 1. FC Nürnberg Geschichte. Nun tritt er zum ersten Mal wieder auf und spricht in Blickpunkt Sport über die Arbeit beim FCN und die Zeit nach seiner Entlassung als Trainer.

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Ex-Club-Trainer Köllner: "Das war nicht so besprochen"

Seit Mitte Februar ist Michael Köllner beim 1. FC Nürnberg Geschichte. Im ersten TV-Interview nach seiner Entlassung sagte er in Blickpunkt Sport, mit dem Club sei inzwischen alles geklärt. Auf Boris Schommers ist er dagegen nicht gut zu sprechen.

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Im März 2017 übernahm Michael Köllner den 1. FC Nürnberg und stieg mit dem Club in die Fußball-Bundesliga auf. Dort gelang es dem FCN jedoch leider nicht, Fuß zu fassen: Nach 21 Spieltagen hatten die Franken nur zwölf Punkte. Die Niederlage gegen den Zweitligisten Hamburger SV vergangenen Februar im DFB-Pokal gab letztlich den Ausschlag für die Beurlaubung von Köllner.

"Mit dem Club ist alles geklärt"

Nach der Beurlaubung reichte Köllner eine Kündigungsschutzklage ein, um seine Rechte zu wahren. Mittlerweile sind die Fronten zwischen ihm und dem 1. FC Nürnberg geklärt. Zum ehemaligen Co-Trainer und jetzigen Trainer Boris Schommers hat er aber keinen Kontakt mehr: "Es schmerzt mich, dass er den Posten des ersten Trainers übernehmen durfte. Das war so nicht besprochen", erklärt der 49-jährige im Gespräch mit Markus Othmer. "Aber ich habe eine intakte Mannschaft übergeben, deshalb sind die aktuellen Ergebnisse für mich nicht verwunderlich".

Neuer Lebensrhythmus

Obwohl Köllner die Risiken der Branche schon vorher kannte, beschreibt er die Zeit nach seiner Entlassung als ungewohnt. "Auf so eine Situation kann man kann sich gar nicht vorbereiten. Man realisiert das erst Tage später, wenn sich der Alltag ganz plötzlich verändert und du auf einmal kein Training vorbereiten musst, weil keiner mehr auf dich wartet."

"24 Stunden am Tag alles für den Verein gegeben"

Köllner berichtet über seine Zeit beim FCN: "Ich habe teilweise zwei Jobs im Verein übernommen und drei Jahre gefühlt von früh bis spät alles dafür getan, den Fans das zurück zu geben, was sie sich wünschten: Sportlichen Erfolg, wirtschaftliche Konsolidierung und eine hohe Identifikation zwischen dem Verein und seinen Anhängern, und das ist auch ein Stück weit gelungen."

Wie geht es jetzt für Köllner weiter?

Michael Köllner hat keinen Berater, dennoch gibt es die eine oder andere Anfrage. Momentan genießt er es aber, mehr Zeit für die Familie zu haben und möchte zunächst einmal wieder Energie tanken. Energie, die für diesen Beruf notwendig ist: "Ich möchte mich nicht aus falschem Ehrgeiz vorschnell in das nächste Projekt stürzen. Es dauert seine Zeit, die Lücke zu schließen, und man benötigt eine starke Familie hinter sich. Dennoch möchte ich die Dinge aus einem positiven Kontext heraus sehen und nach vorne schauen".