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Klubs kontern Bayern-Vorstoß über die Zweitmannschaften | BR24

© Picture alliance/dpa

FC Bayern-Präsident Herbert Hainer

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    Klubs kontern Bayern-Vorstoß über die Zweitmannschaften

    In der Debatte über eine neue Aufstiegsregelung für Zweitvertretungen erfährt der FC Bayern München heftigen Gegenwind. Inzwischen haben sich vier Vereine dagegen ausgesprochen, darunter Jahn Regensburg.

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    Nach dem Vorstoß von FC Bayern-Präsident Herbert Hainer wuchs von der Fußball-Bundesliga bis zur 3. Liga die Kritik an der Idee. Der 66-Jährige hatte den Plan aufgeworfen, die Reserve-Teams der Bundesligisten zukünftig in der 2. Liga starten zu lassen. Das durfte wegen der aktuellen Regelung die Mannschaft von FC Bayern II trotz der errungenen Drittligameisterschaft nicht.

    Jahn Regensburg befürchtet "Verwässerung des Wettbewerbs"

    Beim Zweitligisten Jahn Regensburg herrscht diesbezüglich große Skepsis. "Herbert Hainers Vorschlag, dass auch zweite Mannschaften an der 2. Bundesliga teilnehmen sollen, ist aus der Perspektive des FC Bayern sicher nachvollziehbar und gut gemeint. Aus Sicht des SSV Jahn ist diese Aufweichung allerdings nicht zielführend", sagte Geschäftsführer Christian Keller auf "sportschau.de". Sein Argument lautet: "Sie würde allen voran zu einer Verwässerung des Wettbewerbs führen."

    Schalke 04 strikt dagegen

    Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider kann den Vorstoß auch "überhaupt nicht unterstützen". "Die 1. und 2. Bundesliga müsse den Lizenzmannschaften der Profivereine vorbehalten sein und nicht den Zweitvertretungen - gerade und auch im Interesse der Zweitligisten", erklärte der Vereinschef.

    Werder Bremen "mit der aktuellen Regelung sehr zufrieden"

    Werder Bremen hält von Hainers Vorschlag ebenso wenig. "Der SV Werder Bremen ist mit der derzeitigen Kompromisslösung, dass zweite Mannschaften in der 3. Liga spielen können, sehr zufrieden. Mit einer Änderung dieser Regelung beschäftigen wir uns derzeit nicht", teilte der Verein der Sportschau mit.

    Waldhof Mannheim für Vielfältigkeit

    Auch bei Drittligist Waldhof Mannheim stieß Hainers Idee auf Ablehnung. "Sollte man Zweitvertretungen in der 2. Bundesliga zulassen, werden die Investitionen in die Zweitvertretungen in der Regionalliga und 3. Liga steigen, da man die Zweitvertretung gerne in der 2. Bundesliga platzieren möchte", sagte Geschäftsführer Markus Kompp. Er findet, dass im Profifußball "so viele Städte und Regionen wie möglich in Deutschland abgebildet" sein sollten.