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Klippenspringerin Iris Schmidbauer bereit für die Schwimm-WM | BR24

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Klippenspringerin Iris Schmidbauer

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Klippenspringerin Iris Schmidbauer bereit für die Schwimm-WM

"Wenn man keine Angst hat, ich nenn's mal Respekt, wird's auf jeden Fall gefährlich", sagt Iris Schmidbauer. Die Oberbayerin ist Deutschlands derzeit beste Klippenspringerin und startet bei der Schwimm-WM in Südkorea.

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"Es ist die Faszination des Sprungs, auch Adrenalin." Iris Schmidbauer beschreibt ihren Sport kurz, kompakt und vor allem sachlich. Außenstehenden bleibt bei den spektakulären Sprüngen dagegen der Mund offen stehen. Klippenspringen - in Deutschland noch immer eine eher exotische Sportart. Iris Schmidbauer

Ihr Weg zum Klippenspringen ist eigentlich kurios. Turnen wollte sie in ihrer Kindheit, das war der große Lebenstraum. Weil für den Weg zum Training aber das Auto notwendig gewesen wäre, wählte Schmidbauer, aufgewachsen in der Nähe des Ammersees, einen prgamtischen Ansatz. In Utting, am Westufer des Sees, stand ein zehn Meter hoher Holzsprungturm - fortan Schmidbauers ganz spezieller Trainingsplatz.

Angetrieben durch die Wasserspringen-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen 2008 faszinierte Schmidbauer der Sport mehr und mehr. Erst wurden die Eltern doch als Fahrdienst herangezogen, zum Vereinstraining ging's nach München. Später zog sie sogar zu den Großeltern nach Unterhaching um - damit sie so oft wie möglich trainieren konnte.

Internationale Schweizer Meisterin 2019

Der nächste Schritt: fast erwartbar. Nachdem Schmidbauer 2013 in Barcelona erstmals Klippenspringen live erleben durfte, nahm sie nur ein Jahr später an ihrem ersten Trainingscamp und ihrem ersten Wettkampf teil. Seit 2015 lebt und trainiert Schmidbauer im englischen Plymouth. Ihren vorerst größten Erfolg feierte Schmidbauer erst im vergangenen Monat: Sie gewann in Thun den internationalen Schweizer Meistertitel. Bei der Schwimm-WM in im südekoreanischen Gwangju (12. bis 28. Juli) startet Schmidbauer zumindest mit Außenseiterchancen. Bei ihrer ersten WM-Teilnahme 2017 in Budapest wurde sie 17.

Stichwort Klippenspringen

Beim Klippenspringen (englisch "High Diving") springen Sportler üblicherweise von Felsklippen aus mindestens zehn Metern Höhe in ein natürliches Gewässer. Es gibt Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede mit dem klassischen Turmspringen. Auch beim Klippenspringen gilt es, Schraube und Salti in den Sprung einzubauen. Eingetaucht wird dagegen fast immer mit den Füßen voran und angelegten Armen - um die Hals- und Schultermuskulatur bei mehren Sprüngen am Tag zu schonen.

"High Diving" bei der Schwimm-WM

Denn der Absprung ist üblicherweise höher. Bei der WM springen die Frauen aus 20 Metern, die Männer aus 27 Metern. Internationale Wettkämpfe gibt es erst seit 1997, erstmals bei einer Schwimm-WM war Klippenspringen 2013 in Barcelona. Bei der kommenden WM in Südkorea wird in einer extra angelegten Sprunganlage nahe der Chosun Universität gesprungen.