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Kletter-WM in Japan: Wer holt sich die Olympiatickets? | BR24

© picture-alliance/dpa

Yannick Flohé

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    Kletter-WM in Japan: Wer holt sich die Olympiatickets?

    Yannick Flohé und Alexander Megos haben dem Deutschen Alpenverein (DAV) bereits zwei Medaillen bei der Kletter-WM in Japan beschert. Das Hauptziel ist aber ist noch nicht erreicht. In den letzten WM-Tagen geht es um die Startplätze für Olympia 2020.

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    Am Samstag (17.08.19) steht im japanischen Hachioji der Speedkletter-Wettkampf auf dem Programm. Dabei geht es darum, so schnell wie mögliche eine genormte Wand hoch zu klettern. Filigrantechniker wie der Lead-Silbergewinner Alexander Megos mögen die Disziplin nicht, müssen aber - allein schon wegen der dem Kombinations-Wettbewerb, dem "Olympic Combined" - darin antreten.

    Am Sonntag und Montag stehen dann für Frauen und Männer die Qualifikationsrunden des Kombi-Events an, am Dienstag und Mittwoch steigen die Finals.

    Was ist die Kombination und warum ist sie so wichtig?

    Im Kombinations-Wettbewerb werden die Ergebnisse der drei Einzeldisziplinen - Lead, Bouldern, Speed - miteinander verrechnet. Die besten 20 Athleten qualifizieren sich für den Kombi-Wettkampf und klettern dann um einen Platz im Finale der besten Acht, wo alle drei Disziplinen geklettert werden. Die in der Endabrechnung ersten Sieben sichern sich ihr Ticket für Olympia 2020 in Tokio.

    Es gibt Einschränkungen: Pro Nation und Geschlecht dürfen nur zwei Athleten zu den Sommerspielen. Landen also mehr als zwei Teamkollegen in der WM-Kombi unter den Top sieben, rücken andere Sportler auf. Bei den starken Japanern kann sich gar nur einer sportlich qualifizieren, weil ein Olympia-Startplatz den Gastgebern automatisch zugeteilt wurde.

    Wie werden die Einzelergebnisse verrechnet?

    Die jeweiligen Platzierungen der Sportler in den Disziplinen Boulder, Lead und Speed werden miteinander multipliziert. Je kleiner der Wert ist, umso besser. Megos mit dem Faktor 2 (als Zweitplatzierter im Lead) und Flohé mit dem Faktor 3 (Dritter im Bouldern) haben sich in gute Ausgangslagen manövriert - trotz schwacher Ergebnisse im Bouldern (Megos) und Lead (Flohé).

    Auch der dritte deutsche Starter Jan Hojer hofft auf einen Platz im Kombi-Wettkampf - er hatte 2018 bei der WM in dem Dreikampf Bronze gewonnen. "Es sieht gut aus, dass wir alle drei dabei haben werden", prognostizierte Bundestrainer Urs Stöcker.

    Wie ist die Situation bei den Frauen?

    Der Deutsche Alpenverein hat Afra Hönig als einzige Frau zur WM geschickt. Als bisher 21. im Bouldern und 57. im Lead-Klettern hat sie aber nur noch geringe Chancen, sich mit einer guten Speed-Leistung noch für den Kombi-Wettkampf zu qualifizieren.