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Flyeralarm Arena am Würzburger Dallenberg

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    Kickers-Stadion am Dallenberg doch möglich – unter Vorbehalt

    Trotz Gutachten bleibt der Bau eines größeres Stadion der Würzburger Kickers am Dallenberg weiterhin ungewiss. Das Problem: Das gesamte Gelände liegt in einer Wasserschutzzone. Seit dem Aufstieg der Kickers in die zweite Liga drängt die Stadionfrage.

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    Von
    • Carolin Hasenauer

    Die Planungen für ein größeres Stadion der Würzburger Kickers am Dallenberg bleiben trotz Gutachten weiterhin ungewiss. Das Gutachten wurde von Sportbürgermeisterin Judith Jörg (CSU) in Auftrag gegeben, um zu ermitteln, ob das geplante Gelände für ein größeres Stadion in Frage kommt. Das Problem: Das gesamte Gelände liegt in der Wasserschutzzone der Trinkwassergewinnung Mergentheimer Straße.

    Trinkwasserschutz als Herausforderung für die Stadion-Planung

    Bei Planung und Bau müssten deshalb die Auflagen zum Trinkwasserschutz beachtet werden. Das bedeutet, dass es nicht möglich ist, das Stadion etwas in den Untergrund einzulassen. Darüber war im Vorfeld aus Lärmschutzgründen nachgedacht worden. Im Gutachten des Würzburger Ingenieurbüros heißt es, dass damit nicht genügend Abstand zum Grundwasser gewährleistet werden könne, das sich in zehn beziehungsweise 17 Metern Tiefe befinde.

    Stadt und Verein wollen Dallenberg ungern verlassen

    Dennoch ist Judith Jörg zufrieden mit diesem vorbehaltlichen Ergebnis: "Für mich ist das ein gutes Signal. Das haben auch die Kolleginnen und Kollegen aus dem Stadtrat so wahrgenommen." Schon im Juli hatte sie sich ganz klar für den 1967 eröffneten Standort des Stadions am Dallenberg ausgesprochen. Auch die Stadt und der Verein wollen diesen ungern verlassen. "Alle Fraktionen favorisieren diesen Standort. Unter anderem, weil Logistik und Infrastruktur schon vorhanden sind", sagt Sportbürgermeisterin Jörg.

    Klagen wegen Lärmbelästigung

    Natürlich sei der Standort am Dallenberg nicht problemlos möglich: Neben der Herausforderung, die durch die Wasserschutzzone entsteht, laufen bereits seit 2015 Klagen wegen Lärmbelästigung. Die Klagen liegen mittlerweile sogar in einem Berufungsverfahren beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Sich dazu äußern wollen die Kläger nicht, erklärt ihr Anwalt Johannes Bohl.

    Stadionfrage sei wichtig für Erfolg des Vereins

    Schon seit 2018 steht die Frage im Raum: Neubau oder Umbau? Für Daniel Sauer, Vorstandsvorsitzender der Würzburger Kickers, ist die Stadionfrage extrem wichtig für den Erfolg des Vereins: "Wir wollen wettbewerbsfähig sein gegenüber den anderen Zweitliga-Vereinen. Da gibt es viele Vereine, die mit ihren gewohnten Stadion-Infrastrukturen Vorteile gegenüber uns haben. Die wollen wir nach und nach minimieren."

    Flyeralarm-Arena entspricht nicht den Vorgaben für Zweite Liga

    Seit dem Aufstieg der Kickers in die Zweite Bundesliga drängt die Stadionfrage umso mehr, denn laut DFL-Regelwerk entspricht die Flyeralarm-Arena nicht den Vorgaben für den Zweitliga-Betrieb. Die Untersuchungen des sogenannten hydrogeologischen Gutachtens würden jetzt vertieft und Grundlage für die nächste Sitzung der Steuerungsgruppe Mitte Oktober sein, so Jörg.

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