© picture-alliance/dpa

Der Kenianer Eliud Kipchoge hat den Berlin-Marathon gewonnen und einen neuen Weltrekord aufgestellt.

Bei anfangs idealen Wetterbedingungen kam Kipchoge in 2:01:39 Stunden ins Ziel. Er unterbot den bisherigen offiziellen Weltrekord seines Landsmanns Dennis Kimetto, vor vier Jahren ebenfalls in Berlin aufgestellt, gleich um 1:18 Minuten. Zweiter wurde Kipchoges Landsmann Amos Kipruto (2:06:23 Stunden) vor Ex-Weltrekordler Wilson Kipsang (ebenfalls Kenia/2:06:48).

Kipchoge ist schon seit Jahren im Marathon der Überflieger schlechthin. 2016 gewann er Gold bei den Olympischen Spielen in Rio, im April dieses Jahres sicherte er sich zum dritten Mal in Folge den Sieg beim London-Marathon. Kipchoge hält seit dem vergangenen Jahr auch den inoffiziellen Weltrekord: Bei einem Rennen auf dem Formel-1-Kurs in Monza benötigte der Kenianer im Mai 2:00:25 Stunden. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF akzeptiert diese Zeit aber nicht offiziell, weil die Tempomacher, anders als bei einem regulären Marathon, regelmäßig gewechselt wurden.

Allein auf den letzten 17 Kilometern

Die letzten 17 Kilometer beim Berlin-Marathon war Kipchoge allein unterwegs. "Das war hart. Aber wir hatten einen genauen Plan, dem habe ich vertraut", sagte der Kenianer im ARD-Interview: "Ich konnte auch gar nicht anders, als es durchzuziehen. Ich bin unendlich dankbar, den Weltrekord im dritten Anlauf in Berlin endlich geschafft zu haben."

Bei der 45. Auflage des Marathon-Klassikers in Berlin sorgte Kipchoge bereits für den insgesamt achten Weltrekord in Berlin seit 20 Jahren. 2003 war der Kenianer Paul Tergat in 2:04:55 Stunden in Berlin zum ersten offiziell anerkannten Marathonweltrekord überhaupt gelaufen.

Streckenrekord bei den Frauen

Bei den Frauen gewann Titelverteidigerin Gladys Cherono aus Kenia mit einem Streckenrekord von 2:18:11 Stunden. Cherono stellte gleichzeitig eine neue Jahresweltbestzeit auf und wurde zur viertschnellsten Läuferin aller Zeiten. Zum ersten Mal in der Geschichte des Marathons kamen gleich dire Frauen in unter 2:19 Stunden ins Ziel. Zweite wurde Ruti Aga aus Äthiopien in 2:18:34 Stunden vor ihrer Landsfrau Tirunesh Dibaba in 2:18:55 Stunden.

Autoren

BR Sport

Sendung

B5 Sport vom 16.09.2018 - 13:05 Uhr