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Horst Seehofer

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    Keine Quarantäne für Fußballer - Seehofer plant Ausnahme für EM

    Ob bei der Fußball-Europameisterschaft Zuschauer in München zugelassen werden, ist weiterhin unsicher. Dafür plant Bundesinnenminister Horst Seehofer eine Ausnahmeregel für die einreisenden Mannschaften, damit diese nicht in Quarantäne müssen.

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    • BR24 Sport

    Die Bundesregierung plant für die Fußball-EM Quarantäne-Ausnahme-Regeln. Dabei geht es insbesondere um EM-Teilnehmer, die sich vorher im Virusvariantengebiet Großbritannien aufgehalten haben. "Derzeit wird innerhalb der Bundesregierung an einer Anpassung der Einreisebestimmungen gearbeitet", sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, am Dienstag auf Anfrage. Demnach sollen Spieler nach einem Aufenthalt in Großbritannien nicht in Quarantäne müssen.

    Seehofer: Profi- und Freizeitsport seien nicht vergleichbar

    Innenminister Horst Seehofer (CSU) sagte: "Die Fußball-Europameisterschaft ist ein sportliches Großereignis, auf das die ganze Welt schaut und für dessen Gelingen Deutschland seinen Teil leisten wird." Die Bundesregierung werde die Fußball-EM für die Teams so organisieren, "dass wir dem Infektionsschutz gerecht werden". An die Adresse derjenigen, die Ausnahmen für Profisportler für falsch halten, sagte er: "Der Profisport hat besondere Schutzkonzepte, das kann man nicht mit einem Wochenendausflug im Sportverein gleichsetzen. Wir haben gute Erfahrungen mit den Hygienemaßnahmen in der Fußball-Bundesliga, beim DFB-Pokal und in der Champions League gemacht, übrigens auch in anderen Disziplinen."

    Deutsche Nationalspieler aus England

    Konkret geht es für die deutsche Nationalelf vor allem um Ilkay Gündogan von Manchester City sowie um Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner, die beim FC Chelsea unter Vertrag sind. Die vier Profis, die am Samstag im Champions-League-Finale spielten, sollen am Donnerstag zur Nationalmannschaft stoßen, die derzeit in Seefeld im Trainingslager ist. Ihnen droht allerdings bei der Einreise nach Deutschland nach der jetzigen Regelung eine 14-tägige Quarantäne, da sie sich zuletzt in Großbritannien aufgehalten haben, das von deutscher Seite als Virusvariantengebiet eingestuft wird.

    Details noch unklar

    Betroffen wären aber auch alle Teilnehmer der Europameisterschaft, die nach einem Spiel in Großbritannien am 2. Juli am Viertelfinale am Austragungsort München teilnehmen. Einer der Teilnehmer des K.o.-Spiels in der Allianz Arena hätte zuvor sein Achtelfinale in London ausgetragen. Zudem ist auch Glasgow Spielort der EM. An den Details der Ausnahmeregelung wurde am Dienstag noch gefeilt. Ein Knackpunkt ist dabei das Beförderungsverbot, das den Transport von Passagieren aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland untersagt. Möglicherweise wird es auch hierfür eine Sonderregelung geben.

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