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Kein Weltcupstart: Deutsche Rodler boykottieren Winterberg | BR24

© picture-alliance/dpa

Tobias Wendl/Tobias Arlt in Winterberg (Archivbild)

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    Kein Weltcupstart: Deutsche Rodler boykottieren Winterberg

    Novum im Rodelsport: Weil der Eiskanal in Winterberg so schlecht präpariert ist, verzichten die bayerischen Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt auf einen Weltcupstart. Auch Felix Loch setzt aus. Die deutschen Frauen starten allerdings.

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    Beide Rodel-Duos verkündeten ihre Absage in den sozialen Netzwerken. "Ehrgeiziger Kampf auf dem Eis - jedoch nicht um jeden Preis", schreiben Wendl/Arlt: "Grund für diese Entscheidung ist der schlechte Eisausbau der Kunsteisbahn, was gerade für Doppelpiloten ein extrem hohes und somit unkalkulierbares Risiko birgt, welchem wir uns nicht aussetzen möchten."

    Das Weltmeister-Duo Eggert/Benecken war beim Training in Winterberg schwer gestürzt, blieb aber unverletzt. Andere Rodler erwischte es schlimmer. Der Russe Stepan Fedorow zog sich bei einem Sturz einen Beinbruch zu. Wie ARD-Rodelreporter Andreas Ahn der Sportschau mitteilte, sei die Bahn in einem "nicht weltcupwürdigen Zustand". Auch das dritte deutsche Duo Robin Geueke/David Gamm startet in Winterberg nicht.

    "Die Rinne ist wellig und ruckelig. So ist kein klarer Blick auf die Bahn möglich. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern ist der Schlitten nur schwer zu lenken, das Sturzrisiko ist extrem hoch." ARD-Reporter Andreas Ahn auf Sportschau.de

    Weitere Absagen möglich

    Mittlerweile soll sich das gesamte österreichische Team dem Boykott angeschlossen haben. Am späten Abend schloss sich auch Felix Loch via Instagram dem Boykott an. Das Team hat nach Sportschau-Angaben die Rückendeckung von Bundestrainer Norbert Loch und Co-Trainer Torsten Görlitzer. Die deutschen Rodlerinnen Julia Taubitz und Anna Berreiter sind hingegen dabei.