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Kein Lizenzentzug: Eltmann darf in Volleyball-Bundesliga bleiben | BR24

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Archiv: Eltmann, Georg Schäfer Halle - 22.01.2020 - 1.Bundesliga, Volleyball - Heitec Volleys Eltmann vs VfB Friedrichshafen

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    Kein Lizenzentzug: Eltmann darf in Volleyball-Bundesliga bleiben

    Die Erleichterung in Eltmann ist groß. Die Heitec Volleys dürfen trotz ihrer Insolvenz weiter in der Bundesliga spielen. Das gab die Volleyball-Bundesliga (VBL) nach einer Vorstandssitzung in Berlin bekannt.

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    "Nach Einschätzung des VBL-Vorstands haben die Heitec Volleys Eltmann die notwendigen organisatorischen, sportlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt, um die Saison 2019/20 zu beenden", heißt es in einer Pressemeldung der VBL. "Der Verein hat die ihm in den letzten Wochen auferlegten Hausaufgaben erfüllt." Allerdings werde Eltmann wegen der Insolvenz in dieser Saison für die Teilnahme an den Play-Offs gesperrt. "Das weitere Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt."

    Erleichterung über die Entscheidung

    Manhohar Faupel, der neue Vorstandsvorsitzende der Eltmanner Volleyball GmbH, war sichtlich erleichtert über die Entscheidung. "Das ist das Ergebnis mehrerer Wochen harter Arbeit. Außerdem geht es ja auch um 20 Arbeitsplätze", sagte Faupel gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. "Dass unsere Spieler trotz guter Angebote teils aus dem Ausland dageblieben sind und auch noch so begeisternde Spiele gegen Bühl und Friedrichshafen abgeliefert haben, ist gar nicht hoch genug anzurechnen." Von daher schmerze den aktuellen Tabellenletzten der Bundesliga die Play-Off-Sperre durchaus. "Wenn wir so weiter gespielt hätten, wäre es durchaus noch realistisch gewesen, Platz acht zu erreichen - wenn auch zugegeben sehr schwer."

    Gutes Bauchgefühl wurde bestätigt

    Der Entscheidung der VBL war ein ganztägiger Erörterungstermin in der Berliner VBL-Geschäftsstelle am Donnerstag vorausgegangen. Management, Insolvenzverwalter und Vertreter aus dem Gesellschafterkreis mussten dabei dem VBL-Lizenzierungsausschuss haarklein die wirtschaftliche Situation erläutern. Und vor allem einen Blick in die Zukunft werfen. "Unser Fokus lag dabei auf dem Blick in die Zukunft und dem gemeinsamen Bestreben, den Standort Eltmann zu erhalten", so VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung.

    Dass das gelungen war, erfuhren die Eltmanner auch erst am Freitagnachmittag. "Natürlich hatte ich ein zu 70 Prozent gutes Bauchgefühl, als wir am Donnerstagabend nach Hause gefahren sind", so GmbH-CEO Faupel. "Aber letztlich lässt sich schwer einschätzen, wie ein zehnköpfiges Gremium dann entscheidet."

    Entscheidung war überlebenswichtig

    Wie es über die Saison hinaus in Eltmann weiter geht, lässt sich laut Faupel derzeit aber kaum abschätzen. Auch ein sportlicher Klassenerhalt würde nicht automatisch eine weitere Spielzeit im Oberhaus bedeuten. "Wir bewegen und in einem Sponsoren-Umfeld, das - vorsichtig ausgedrückt - stark verunsichert ist. Wir werden sicher auch Sponsoren verlieren." Ob es dann wieder zu einem Erstliga-Haushalt reicht, sei momentan nicht abzusehen. "Wir werden das ganz konservativ rechnen und wenn es dann nur für die zweite Liga reicht, dann reicht es eben nur für die zweite Liga."

    Trotzdem sei die Entscheidung jetzt überlebenswichtig. "Wenn wir aus dem Spielbetrieb genommen worden wären, dann wären wir drei Jahre lang für die erste und zweite Liga gesperrt gewesen", so Faupel. "Es gibt genügend Beispiele von Vereinen, die dann überhaupt keine Mannschaft mehr gemeldet haben - nicht mal für die dritte Liga oder die Regionalliga."