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Katharina Althaus: "Volle Stadien kennen wir sowieso nicht" | BR24

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Katharina Althaus ist eine der Athletinnen, die immer noch unter der oft kritisierten Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen im Skispringen zu leiden hat. Die Oberstdorferin sieht in der Heim-WM aber einen Schritt in die richtige Richtung.

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Katharina Althaus: "Volle Stadien kennen wir sowieso nicht"

Katharina Althaus gehört zu den Athletinnen, die immer noch unter der oft kritisierten Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen im Skispringen zu leiden haben. Die Oberstdorferin sieht in der Heim-WM aber einen Schritt in die richtige Richtung.

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Von
  • Cristina Krüger

Die deutsche Skiwelt schaut freudig auf die WM, die vom 23. Februar bis 7. März in Oberstdorf stattfinden wird. Darunter auch Skispringerin Katharina Althaus, die in Blickpunkt Sport ihre Freude auf die "Weltmeisterschaft zuhause" zum Ausdruck brachte: "Dort, wo alles angefangen hat", möchte die 24-Jährige, die auch für den SC Oberstdorf springt, an ihre Erfolge in Seefeld anknüpfen. "Auch wenn es vor Zuschauern natürlich noch schöner wäre", sagte Althaus im Interview.

Geiger setzt sich für Skisprung-Damen ein

Volle Stadien seien die deutschen Skispringerinnen aber sowieso nicht gewöhnt - die Athletinnen kämpfen seit Jahren um nationale und internationale Aufmerksamkeit. Die Damen haben keine Vierschanzentournee, und auch das Preisgeld sei nicht ansatzweise mit dem der Herren vergleichbar. Skiflug-Weltmeister Karl Geiger macht sich nicht erst seit er in Seefeld unter anderem mit Althaus zu Mixed-Team-Gold sprang, für die Gleichberechtigung von Frauen im Skispringen stark. Die norwegische "Raw Air"-Serie, die ebenfalls über vier Etappen ausgetragen wird, sei "ein gutes Beispiel, dass es funktionieren kann".

Premiere in Oberstdorf

Umso erfreulicher, dass die Damen bei der kommenden Heim-WM erstmals gleich viele Wettbewerbe bestreiten werden wie die Männer. Denn: In Oberstdorf werden die Frauen erstmals auf einer Großschanze an den Start gehen. "Wir sind darüber sehr dankbar, das bedeutet uns viel", signalisierte Althaus ihre Freude auf die Premiere. Auch im Skifliegen würde sich die 24-Jährige gerne einmal probieren.

Bisher nur einen Wettkampf gesprungen

Die Skisprung-Damen sind besonders von Absagen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen. In dieser Saison gab es erst einen Wettbewerb - kurz vor Weihnachten in Ramsau. Deshalb befindet sich das deutsche Team um Althaus noch in Oberstdorf, wo sie für das Training stationiert sind. In den nächsten Wochen bis zur WM geht es aber Schlag auf Schlag: "Ljubno, Titisee-Neustadt und dann jede Woche eins. Ich hoffe, dass ich nach der langen Pause gut losspringe", äußerte Althaus.

Was bedeutet eine Heim-WM für einen Sportler?

BR Sport begleitet die Olympia-Zweite von Pyeongchang zusammen mit Kombinierer Johannes Rydzek und Langläuferin Laura Gimmler auf ihren Weg zu der Nordischen Ski-WM in ihrer Heimat Oberstdorf (23. Februar bis 7. März).

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Für Katharina Althaus wird die Heim-WM in Oberstdorf etwas ganz besonderes. Die 24-jährige Skispringerin kommt gebürtig aus dem Ort im Allgäu, auf das Ende Februar die ganze Wintersportweltt blickt.